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SAP: Historische Chance durch KI

SAP: Historische Chance durch KI
Foto: Noah Wedel/picture alliance/dpa
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Thorsten Küfner Heute, 07:50 ‧ Thorsten Küfner
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SAP-Vorstandschef Christian Klein sieht in den neuen KI-Produkten des Konzerns eine historische Gelegenheit für kräftiges Wachstum. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur erklärte er: "Für SAP eröffnet sich gerade die größte Chance für einen weiteren wirklichen Schub. Die Chance, dass SAP noch einmal über sich hinauswächst, war nie größer."

Dabei will der DAX-Konzern seine Unternehmenssteuerungssoftware, sein Branchenwissen und seinen enormen Datenbestand nutzen, um einen "einzigartigen Vorteil" gegenüber Wettbewerbern auszuspielen.

Wie das aussehen soll, zeigte SAP Mitte Mai auf einer Kundenkonferenz in den USA, wo das Unternehmen das Konzept des "autonomen Unternehmens" präsentierte. Eine einheitliche KI-Plattform soll die Abläufe bei den Kunden effizienter machen. Laut Klein sollen SAP-eigene KI-Agenten fest in Geschäftsprozesse, Daten und Steuerungssysteme eingebunden werden, dort Ergebnisse liefern und Kosten senken.

Auch ohne KI wäre SAP bei der Weiterentwicklung seiner Software und Anwendungen gut vorangekommen, räumte Klein ein. "Aber KI-Agenten geben unseren Kunden - und damit uns - einen ganz anderen Hebel", erklärte der 46-Jährige. "In der Unternehmenswelt steht die KI im Moment kurz vor dem breiten Durchbruch", fügte er hinzu. Entscheidend sei nun, die Leistungsfähigkeit der eigenen Plattform in großem Umfang bei Kunden zu beweisen. "Wir sehen große Fortschritte und sind überzeugt, dass SAP-Agenten am Ende bessere Ergebnisse bringen", betonte Klein. Wer dagegen ausschließlich auf die großen Sprachmodelle bekannter KI-Anbieter gesetzt hätte, wäre nach seiner Einschätzung leicht austauschbar geworden.

Die Produktivitätsgewinne durch die hauseigenen Agenten beschrieb der SAP-Chef als erheblich: "Unsere KI-Agenten erzielen enorme Produktivitätsgewinne." Er rechnet damit, dass Kunden ihren Agenten nach und nach immer mehr Verantwortung übertragen werden. "Aber ein KI-Agent wird in kritischen Unternehmensbereichen auch künftig nicht zu 100 Prozent autonom agieren", stellte Klein klar. Die Verantwortung liege letztlich immer bei einem Menschen.

SAP (WKN: 716460)

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Enthält Material von dpa-AFX

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