Am Dienstag dieser Woche ist die Dreamforce gestartet, die weltweit größte IT- und CRM-Konferenz, die einmal jährlich von dem Cloud-Software-Riesen Salesforce organisiert wird. Diese findet in Fachkreisen enorme Bedeutung. Im Rahmen der Veranstaltung setzte Salesforce mit einer starken Umsatzprognose ein Ausrufezeichen. Analysten werten den jüngsten Verlauf der Konferenz klar positiv.
Salesforce setzt im KI-Wettlauf ein Zeichen. Auf der Dreamforce stellte der Softwarekonzern für das Geschäftsjahr 2030 einen Umsatz von mehr als 63 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten rechneten bislang im Schnitt mit 59,2 Milliarden Dollar. Die Aktie war unter Druck geraten, weil KI-Modelle das Softwaregeschäft gefährden könnten. Zuletzt meldete Salesforce bessere Ergebnisse und einen positiven Ausblick. Zudem profitierte der Gewinn von einem Ertrag von 2,6 Milliarden Dollar aus strategischen Beteiligungen, darunter die Investition in Anthropic.
Die diesjährige Dreamforce, die heute endet, findet zu einem wichtigen Zeitpunkt für das Unternehmen statt. „In unserer Branche gibt es bestimmte Momente, in denen sich alles verändert. Und genau das ist jetzt im Unternehmensbereich der Fall“, sagte CEO Marc Benioff auf der Veranstaltung.
KI-Pläne standen im Mittelpunkt. CEO Marc Benioff holte OpenAI-Chef Sam Altman, Anthropic-Chef Dario Amodei und Nvidia-Chef Jensen Huang. Salesforce präsentierte das neue KI-Modell Koa, auf Nvidia-Basis und Claudeforce. So können Unternehmen Salesforce-Daten in Claude nutzen. Bis zu 1.000 Kunden testen die Beta-Version. Auch Slack soll sich zu einer Plattform für den Austausch mit KI-Agenten entwickelt haben.
Analysten zeigen sich zuversichtlich, was die Aktie von Salesforce angeht. Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Salesforce mit einem Kursziel von 265 Dollar auf "Overweight" bestätigt. Die Ankündigungen seien „konstruktiv für die These einer Neubewertung der installierten Kundenbasis“. Denn „die Schnittstelle, die am wahrscheinlichsten für mehr Engagement sorgt, ist zugleich der Hebel, mit dem mehr als 90 Prozent der Wissensarbeiter im Vertrieb und Kundenservice, die nicht die höchsten Editionen nutzen, zu einem Aufstieg in höhere Pakete bewegt werden können“, so JPMorgan.
Auch das Analysehaus Stifel bleibt zuversichtlich. Das Kursziel lautet hier 275 Dollar. „Die Ankündigungen sowie die Teilnahme von Jensen Huang, Dario Amodei und Sam Altman an der Dreamforce unterstreichen den offenen Ansatz, den das Unternehmen sowohl auf der Modell- als auch auf der Benutzeroberflächenebene verfolgt. Gleichzeitig setzt Salesforce im agentenbasierten Zeitalter auf seine Daten- und Kontextebenen als zentrale Schutzmauer“, so Stifel.
Insgesamt raten derzeit 44 der 62 von Bloomberg befragten Analysten zum Kauf der Aktie von Salesforce.
Nach der Korrektur seit Anfang 2025 hat sich die Aktie von Salesforce zuletzt wieder ordentlich nach oben gearbeitet. Sie notiert nur wenig unterhalb des Jahreshochs von 269,11 Dollar. DER AKTIONÄR bleibt ebenfalls klar zuversichtlich und bestätigt ebenfalls seine Kaufempfehlung. Positive Signale von Salesforce sind auch wichtig für den europäischen Software-Riesen SAP. Auch die Aktie von SAP hat sich in den vergangenen Wochen deutlich von ihren Tiefs lösen können. Auch hier bleibt DER AKTIONÄR zuversichtlich. Am Donnerstagmorgen startet die Aktie auf der Handelsplattform Tradegate mit leichten Gewinnen.
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