Ein heutiger Pre-Close-Call – ein Briefing für Analysten vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen – setzt AUTO1 unter Druck. Die Aktie fiel zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit April.
- JPMorgan senkt das Kursziel von 37 auf 34 Euro, bleibt aber bei „Übergewichten“.
- Für das dritte Quartal kürzt die Bank ihre Erwartungen an Absatz und Rohertrag je Fahrzeug.
- Die Auto1-Aktie ist aktuell kein Kauf.
AUTO1 stimmte Analysten bei dem Gespräch auf die Anfang November anstehenden Zahlen ein. Aus Sicht von JPMorgan fiel die Beschaffung gebrauchter Fahrzeuge kurzfristig schwächer aus als erwartet.
Der auf Skalierung ausgerichtete Ansatz könnte damit vorerst zulasten des Absatzes gehen. Hinzu kommt ein niedrigerer Rohertrag pro verkauftem Auto – also weniger Ertrag je Fahrzeug nach den damit verbundenen Kosten.
Analyst Marcus Diebel senkte deshalb seine Q3-Schätzungen für beide Kennzahlen. Diebel reduzierte zudem seine Schätzungen für das EBITDA – das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – bis 2028 um bis zu 16 Prozent. Trotz der Anpassung hält JPMorgan an der positiven Einstufung fest. Das Kursziel fällt von 37 auf 34 Euro.
Q3-Zahlen voraus
Die Kursreaktion spiegelt mehr als die Senkung eines Analystenziels wider: Anleger müssen nun einkalkulieren, dass Wachstum im dritten Quartal weniger Ertrag bringen könnte. Der nächste wichtige Termin im Finanzkalender steht am 4. November an. Dann veröffentlicht AUTO1 die 9-Monats-Zahlen.
Auto1 nimmt Kurs auf die Unterstützung bei 15 Euro. Angesichts des Chartbilds drängt sich ein Kauf aktuell nicht auf. Im Real-Depot hat Nebenwerte-Experte Michael Schröder mit der Auto1-Aktie zuletzt 20 Prozent Gewinn eingetütet. Auf welche aussichtsreichen Titel der Börsendienst jetzt setzt, erfahren Sie hier.
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