Bill Ackman hat wieder zugeschlagen. Nach Alphabet, Amazon und Meta nimmt der Starinvestor nun auch Microsoft ins Visier. Über Pershing Square hat Ackman eine neue Position bei dem Tech-Giganten aufgebaut. In einem ausführlichen Statement legt er dar, warum die Aktie aus seiner Sicht wieder interessant ist.
Der Fondsmanager sieht bei Microsoft eine ähnliche Chance wie zuvor bei Alphabet, Amazon und Meta: Der Markt straft kurzfristige Sorgen ab, während die langfristige Qualität des Geschäftsmodells intakt bleibt.
Im Zentrum stehen Microsoft 365 und Azure. Beide Bereiche stehen für rund 70 Prozent der Konzerngewinne. Microsoft 365 ist mit Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams tief im Arbeitsalltag großer Unternehmen verankert, während Azure nach Amazon Web Services die Nummer zwei im Cloud-Geschäft ist und vom langfristigen Wechsel klassischer IT-Systeme in die Cloud profitiert.
Die Sorgen um Microsoft 365 hält Ackman für übertrieben. Zwar werden KI-Angebote anderer Anbieter immer leistungsfähiger. Doch Microsoft 365 ist kein leicht austauschbares Einzelprodukt. Die Anwendungen seien eng mit Identität, Sicherheit, Compliance und Datensteuerung verbunden – Bereiche, in denen Microsoft über Jahrzehnte starke Strukturen aufgebaut hat.
Auch Azure sieht Ackman weiter auf Wachstumskurs. Die veränderte Beziehung zu OpenAI wertet er nicht als Schwäche, sondern als Schritt hin zu einer offeneren Plattform für verschiedene KI-Modelle. Genau diese Flexibilität werde für Unternehmenskunden wichtiger.
Die hohen Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur betrachtet der Starinvestor ebenfalls nicht als Belastung, sondern als Wachstumskapital. Ein großer Teil fließ in Server und Netzwerktechnik – und damit in Bereiche, die direkt künftige Cloud- und KI-Umsätze ermöglichen sollen.
Hinzu kommt die OpenAI-Beteiligung. Microsoft hält laut Ackman wirtschaftlich rund 27 Prozent an OpenAI. Dieser Wert werde im Gewinnmultiple der Aktie nicht ausreichend berücksichtigt.
Eingestiegen ist Pershing Square nach dem Kursrückgang im Februar. Die Position sei zu rund dem 21-Fachen der erwarteten Gewinne aufgebaut worden – etwa auf Marktniveau und unter dem Bewertungsniveau der vergangenen Jahre.
Ackman setzt bei Microsoft auf starke Marktstellung, hohe Kundenbindung, Cloud-Wachstum und zusätzliche KI-Fantasie. Die Aktie ist kein Schnäppchen, wirkt gemessen an der Qualität des Geschäftsmodells aus Sicht von Pershing Square aber wieder attraktiv. DER AKTIONÄR schließt sich der Einschätzung uneingeschränkt an.
FAQs:
Was macht Microsoft?
Microsoft zählt zu den größten Technologiekonzernen der Welt. Zu den wichtigsten Geschäftsbereichen gehören Microsoft 365 mit Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams sowie die Cloud-Plattform Azure.
In welche Kategorie gehört die Microsoft-Aktie?
Microsoft gehört zu den großen Qualitäts- und Wachstumswerten im Technologiesektor. Die Aktie eignet sich vor allem für langfristig orientierte Anleger, die auf Cloud, Unternehmenssoftware und Künstliche Intelligenz setzen.
Zahlt Microsoft eine Dividende?
Ja. Microsoft zahlt regelmäßig eine Dividende. Die Rendite ist zwar eher niedrig, dafür überzeugt der Konzern mit hoher Profitabilität, starkem Cashflow und langfristigem Wachstumspotenzial.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.
Heute, 20:55