Gamestop vs. Ebay: Nächste Wende beim Übernahme‑Hammer

Gamestop vs. Ebay: Nächste Wende beim Übernahme‑Hammer
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Maximilian Völkl Heute, 20:20 Maximilian Völkl

In der vergangenen Woche hat der Videospiele-Händler GameStop mit einem Übernahmeangebot für den Ebay für viel Aufsehen gesorgt. Doch der Online-Marktplatz, der selbst viel größer als der potenzielle Käufer ist, lehnt die Offerte nun ab. Beide Aktien reagieren mit leichten Verlusten – im schwächeren Marktumfeld allerdings nicht überproportional viel.

Laut New York Times hat der Chairman von eBay, Paul Pressler, in einem Brief an GameStop das 55 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot abgelehnt. Der Plan sei „weder glaubwürdig noch attraktiv“. Bereits zuletzt hatten Experten in Frage gestellt, wie GameStop das Angebot finanziell stemmen kann.

Ebay teilte nun mit, dass die Offerte gemeinsam mit Rechts- und Finanzberatern einer gründlichen Prüfung unterzogen wurde und es mehrere Bedenken gebe. Neben der Finanzierung geht es laut Presler etwa auch um die Höhe der Schulden des Unternehmens nach der Transaktion.

Der Chairman verwies auch auf die verbesserte Geschäftsentwicklung bei Ebay. „Wir haben unseren strategischen Fokus geschärft, die Umsetzung gestärkt, unseren Marktplatz und das Verkäufererlebnis verbessert und den Aktionären konsequent Kapital zurückgeführt“, so Pressler. Mit der strategischen Wende will der Konzern besser mit Rivalen wie Amazon konkurrieren.

GameStop wiederum ist an der Börse vor allem wegen des Short-Squeezes durch die WallStreetBets-Anleger bekannt. Die privaten Spekulanten hatten sich zu Beginn der Coronakrise auf Reddit gegen Hedgefonds verbündet, die auf fallende Kurse wetteten. Mittlerweile hat sich die Lage aber beruhigt. Die Aktie hat sich von den Hochs mittlerweile zwar geviertelt, sie notiert aber immer noch mehr als 20-mal so hoch wie noch im Sommer 2020.

Ebay (WKN: 916529)

Es überrascht nicht, dass Ebay die GameStop-Offerte ablehnt. Ein Deal wäre mit großen finanziellen Risiken verbunden. Während es bei GameStop zudem operativ weiter sehr schwierig bleibt, ist Ebay hier auf dem richtigen Weg. Bei Ebay können Anleger die Gewinne deshalb laufen lassen. GameStop ist keine Empfehlung des AKTIONÄR.

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