Die starke Erholungsbewegung beim DAX hat sich am Mittwoch nicht fortgesetzt. Zur Wochenmitte beendete der deutsche Leitindex den Handel um gut ein Prozent tiefer. Der Krieg im Nahen Osten lässt die Anleger weiter mit Vorsicht agieren. Darüber hinaus sorgte Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall mit seinen Zahlen für eine Enttäuschung.
Doch zunächst ein Blick auf die Gesamtgemengelage: Der Energiemarkt bleibt im Zuge des Iran-Kriegs weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger. Nur zeitweise sorgte es im Verlauf für etwas Erleichterung, dass die Internationale Energieagentur (IEA) nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Mitglieder zur Freigabe von Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel gebeten hat.
Nach Meinung des Experten Jochen Stanzl von der Consors Bank ist eine Freigabe von Reserven nur eine "Lösung auf Zeit". Auch bei dem Vortagsplus des DAX habe es sich nur um eine "technische Erholung" gehandelt, die noch keinen neuen Trend begründe. Mit einer belastbaren Bodenbildung rechnet er im besten Falle in ein bis zwei Wochen.
Rheinmetall Schlusslicht
Mit einem Minus von rund sieben Prozent fiel die Aktie von Rheinmetall klar ans DAX-Ende. Zwar sollen Aktionäre eine höhere Dividende bekommen. Doch der Ausblick auf das Jahr 2026 blieb hinter den Erwartungen zurück.
Indes konnte auch SAP trotz guter Vorgaben vom US-Wettbewerber Oracle keinen Boden gut machen. Das Papier verlor gut drei Prozent und zählte damit hinter Vonovia und Henkel zu den schwächsten Titeln im Leitindex.
Die Lage im Nahen Osten rund um den Iran wird die Aktienmärkte respektive Rohstoffpreise kurzfristig weiter massiv beeinflussen – und damit auch den DAX. DER AKTIONÄR wird über alle wichtigen Entwicklungen an den Märkten berichten.
Enthält Material von dpa-AFX
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Rheinmetall befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 17:41