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31.10.2022 Michael Schröder

DAX am Montag: Starker Oktober – wird der Abwärtstrend überwunden?

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Am Ende eines bisher starken Monats Oktober winken im DAX weitere Kursgewinne. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex höher auf 13.299 Punkte. Damit würde das Börsenbarometer einen weiteren Höchststand seit Mitte September erklimmen, und weiter auf das damalige Zwischenhoch von 13.564 Punkten zusteuern.

Bislang hat sich der DAX im Oktober um gut neun Prozent erholt, nachdem er in den letzten Handelstagen im September noch auf das tiefste Niveau seit fast zwei Jahren abgesackt war. Anders als in den wichtigsten US-Indizes gab es Mitte Oktober kein weiteres Tief mehr. In den vergangenen drei Wochen rasten Dow Jones und S&P 500 dann aber mit fast 15 Prozent Plus und rund zwölf Prozent voran.

Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp machte für den zuletzt guten Lauf des deutschen Aktienmarkts am Freitag-Mittag drei Gründe aus: die überraschend robusten Konzerngewinne, den sinkenden Gaspreis und die Hoffnung auf eine weniger restriktive Geldpolitik. Allerdings geht Hürkamp davon aus, dass sich der „DAX-Bärenmarkt“ noch bis in das erste Quartal 2023 hinziehen dürfte. Erst dann stehe zu erwarten, dass die US-Notenbank Fed ein Ende der Zinstreppe in Aussicht stellt.

Dass die Fed ihre Leitzinsen an diesem Mittwoch (2. November) zum vierten Mal infolge um 0,75 Prozentpunkte erhöhe, sei „ausgemachte Sache“, kommentierten die Experten der BayernLB. Entscheidender sei, ob die Währungshüter bereits ein verringertes Straffungstempo in Aussicht stellen. Denn: „Die fallenden Einkaufsmanager-Indizes, der Einbruch im Immobiliensektor und der schwächelnde Privatkonsum senden klare Rezessionssignale aus.“

„Die aktuelle Tendenz ähnelt bislang weiterhin stark den beiden bisherigen Bärenmarkt-Rallys im August und Oktober“, so Martin Utschneider von Donner & Reuschel. „Es bedarf also weiterhin Notierungen oberhalb der 13.300, um den besagten Abwärtsmodus wirklich zu verlassen“, so der Chartexperte weiter. „Dem Widerstand bei 13.273 komme immense Bedeutung zu.“

DAX (WKN: 846900)

Allerdings werde das Handelsvolumen heute und morgen aufgrund der Feiertage (Reformationstag und Allerheiligen) in einigen Bundesländern wohl etwas geringer ausfallen. „Das Chartbild ist zwar verlockend, die 13.273 aber weiterhin sprichwörtlich das Nadelöhr“, so Utschneider.

Im Fokus steht zudem weiter die Berichtssaison. DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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