17.01.2020 Markus Bußler

Gold: Drei Dinge, die zeigen, wie stark Gold wirklich ist

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Gold
Trendthema

Der Goldpreis steckt aktuell weiter in seiner Konsolidierung fest. Und einige Analysten wie die von Capital Economics sehen deutliches Abwärtspotenzial für den Goldpreis. Doch betrachtet man tatsächlich nur das fundamentale Umfeld – was eine sehr gefährliche Herangehensweise ist – dann muss man das Gegenteil konstatieren: Der Goldpreis baut gerade ein enorme Stärke auf. Ich will Ihnen drei Punkte nennen:

1. Die US-Indices steigen von einem Hoch zum nächsten. Aktien wie die von Apple haben in den vergangenen sechs Monaten mehr als 50 Prozent an Wert gewonnen. Andere Hightechs wie beispielsweise Microsoft laufen wie an der Schnur gezogen nach oben. Doch auch die Old Economy in Form von Visa, Mastercard und Co kennt nur die Richtung nach oben. In diesem Umfeld von einer allmählich aufkommenden Euphorie bei den Standardaktien hat der Goldpreis ein neues Sieben-Jahreshoch erzielt. Das ist eine relative Stärke, die Gold hier aufbaut.

2. Der US-Dollar präsentiert sich nach wie vor enorm stark. Auch wenn der US-Dollar-Index eine kleinere Korrektur hinnehmen musste, so bleibt doch der Dollar gegen fast alle Währungen stark. Normalerweise gilt der Grundsatz: Starker Dollar, schwacher Goldpreis. Doch aktuell scheint diese negative Korrelation außer Kraft gesetzt zu sein. Auch hier baut der Goldpreis eine relative Stärke zum US-Dollar auf.

3. China und die USA haben sich zumindest auf ein kleines Handelsabkommen (Phase 1) verständigt. Und nicht wenige Stimmen hatten im Vorfeld geunkt, Gold werde einbrechen, sobald es Zeichen für eine Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA gibt. Doch der Goldpreis behauptet sich weiter im Bereich von 1.550 Dollar. Dazu kommt: Auch die Ruhe, die zwischen dem Iran und den USA eingekehrt ist, führt nicht zu Panikverkäufen bei Gold. Auch hier zeigt sich der Goldpreis erstaunlich widerstandsfähig.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Gemessen an den fundamentalen Rahmenbedingungen entwickelt sich Gold stark. Der Goldpreis scheint aktuell allen Widrigkeiten zu Trotzen. Und so ist vielleicht nicht die Frage wichtig, was den Goldpreis schwächen könnte, sondern vielmehr: Wohin kann Gold erst steigen, wenn der Dollar wirklich einmal zur Schwäche neigt oder die mittlerweile überkauften Standardmärkte einknicken? Die vergangenen Wochen könnten dann nur ein Vorbote auf deutlich höhere Kurse sein.

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Autoren: Bußler, Markus
Seitenanzahl: 208
Erscheinungstermin: 14.09.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-398-0