08.10.2019 Markus Bußler

Gold: Der Fahrplan für die nächsten Wochen

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Gold
Trendthema

Der Goldpreis musste gestern einen Rücksetzer hinnehmen. Ein Bericht machte die Runde, China wolle einen abgespeckten Trade-Deal mit den USA abschließen und einen richtigen auf später verschieben. Das schürte kurzzeitig Hoffnung auf eine Entspannung und setzte Gold unter Druck. Doch auch wenn später Zweifel an dieser Version aufkamen, war der Schaden bei Gold bereits entstanden. Doch charttechnisch wird mehr und mehr klar, wohin die Reise für Gold geht.

Nachdem Anfang September das Hoch bei über 1.550 Dollar erreicht hat, konsolidiert das Edelmetall nun. Mittlerweile bewegt sich Gold immer deutlicher in eine Bullenflagge hinein. Der obere Rand dieser Bullenflagge befindet sich aktuell bei etwa 1.510 Dollar. Würde Gold hier ausbrechen und dann noch das Hoch von Ende September bei knapp 1.530 Dollar aus dem Markt nehmen, wäre dies ein starkes Zeichen der Bullen, dass die nächste Rallyephase bei Gold begonnen hat und der Goldpreis Fahrt aufgenommen hat, die 1.600 Dollar anzugreifen. Solange dies jedoch nicht geschieht, bleibt ein weiteres Tief im Bereich von 1.440 Dollar (im Extremfall und abhängig davon, wie lange die Konsolidierung noch dauert) sogar bei 1.420 Dollar möglich. Allerdings verläuft bei 1.440 Dollar eine gute Unterstützung nicht nur durch die unter Begrenzung der Bullenflagge, sondern auch durch die Hochpunkte bei Gold aus dem Sommer resultierend.

Anleger können auch einen Blick auf die Wochenkerzen werfen. Nachdem Gold in den vergangenen Wochen häufig das Wochenhoch zu Beginn der Woche gemacht hat und dann anschließend abgebröckelt ist, wandelte sich das Bild in der vergangenen Woche und Gold macht sein Hoch zum Ende der Woche. Der schwache Wochenstart muss also nicht zwangsläufig negativ sein. Anleger legen sich also auf die Lauer: Gelingt der Ausbruch, dann wäre dies ein Zeichen, dass die Jahresendrallye bei Gold gestartet sein könnte.