15.07.2014 Stefan Sommer

DAX schwächer – überraschend schwacher ZEW-Index belastet: Adidas, Borussia Dortmund, Banco Espitio Santo, Commerzbank, Deutsche Bank, Drägerwerk, Allianz, Software AG im Fokus

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Deutsche Bank
Trendthema

Überraschend schwache ZEW-Konjunkturerwartungen haben den DAX am Dienstag belastet. Der Leitindex sank am späteren Vormittag um 0,42 Prozent auf 9.741,94 Punkte. In Anbetracht geopolitischer Risiken wie in der Ukaine oder etwa dem Gaza-Konflikt sei der erneute ZEW-Rückgang, der inzwischen siebte in Folge, allerdings keine Überraschung, kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba. "Da jedoch auch die Lagebeurteilung gesunken ist, sind die Indikationen für den Ifo-Geschäftsklimaindex negativ", hob er hervor. Die hohe Wachstumsdynamik wie zu Jahresbeginn dürfte sich seines Erachtens nicht weiter fortsetzen. Der MDAX bewegte sich bei einem Stand von 16.492,61 Punkten minimal abwärts. Belastet von hohen Verlusten bei Software AG und Drägerwerk büßte der TecDAX 0,79 Prozent auf 1.273,96 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,13 Prozent.

Adidas-Aktie: Schafft der Weltmeisterausstatter die Trendwende?

Es ist so weit. Die Elf von Jogi Löw kommt nach Hause und lässt sich in Berlin von den Fans feiern. Der Triumph sorgt nicht nur bei den Deutschen für Freude auch die Aktionäre der Adidas-Aktie können jubeln. Bereits am Montag hat der Wert über drei Prozent zulegen können und war damit der Top-Gewinner im DAX.

Borussia Dortmund-Aktie: Auf zu neuen Höhen

Ein kurzer Rücksetzer bis auf knapp 4,80 Euro und schon schaltete die BVB-Aktie wieder den Vorwärtsgang ein. Kaum zeigt sich der Gesamtmarkt in freundlicher Stimmung, profitiert die Aktie der Schwarz-Gelben überproportional. Seit Jahresbeginn steht bei der BVB-Aktie somit ein Plus von über 35 Prozent und die Rallye ist damit noch lange nicht zu Ende.

Banco Espirito Santo: Nomura ist „schuld“

Die Aktie der Banco Espirito Santo (BES) geriet im gestrigen Handel erneut stark unter Druck. Hintergrund hierfür war, dass der Großaktionär Espirito Santo Holding 4,99 Prozent der 25-prozentigen Beteiligung auf den Markt geworfen hatte. Einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg wurde die Holding zu diesem Schritt gedrängt. Denn die japanische Großbank Nomura soll demnach die sofortige Rückzahlung von 100 Millionen Euro an Krediten gefordert haben. Nachdem zuvor bekannt geworden war, dass die Espirito Santo Holding nicht in der Lage sei, kurzfristige Verbindlichkeiten rechtzeitig zu bedienen, wurde auch das Management der japanischen Großbank nervös. Man forderte daher die Holding auf, entweder die Sicherheiten zu erhöhen oder den Kredit zurückzuzahlen.

Commerzbank, Deutsche Bank & Co – diesen Termin vormerken!

Die Europäische Zentralbank (EZB) übernimmt am 4. November die zentrale Aufsicht über die führenden Bankkonzerne im Euroraum. Zuvor werden die Institute per Bilanzcheck und Stresstest durchleuchtet. Einem Pressebericht zufolge ist der Termin fix, wann die Ergebnisse präsentiert werden.

Drägerwerk: Commerzbank skeptisch nach Prognosesenkung – Aktie auf Talfahrt

Die Aktien der im TecDAX notierten Drägerwerk befinden sich am Montag früh auf Tauschstation. Im frühen Handel verliert das Papier fast neun Prozent auf 71,50 Euro. Grund für die schwache Performance ist die erneute Prognosesenkung des Medizin- und Sicherheitstechnik-Herstellers. Am Vorabend nach Börsenschluss hatte Drägerwerk wegen eines erneut schwachen Quartals seine Jahresprognose erneut zurückgenommen.

Allianz: Dividendenerhöhung „immer wahrscheinlicher“

Das Bankhaus Lampe hat die Einstufung für die Aktien der Allianz nach einem Investorentag auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 135 Euro belassen. Eine höhere Dividendenzahlung werde immer wahrscheinlicher, schrieb Analyst Andreas Schäfer in einer Studie vom Freitag. Schäfer geht von einer dauerhaften Erhöhung der Ausschüttungsquote von momentan 40 Prozent auf dann 55 Prozent aus. Die Märkte in Australien und in Großbritannien entwickelten sich solide. Für das zweite Halbjahr sieht er einige mögliche Kurstreiber für die Aktien der Allianz, darunter das Ende der Mittelabflüsse bei der Anleihentochter Pimco.

Software AG kappt Jahresprognose – Aktie bricht ein

Die Aktie der Software AG kommt am Dienstag im frühen Handel massiv unter die Räder. Grund für den Verkaufsdruck ist die gekappte Jahresprognose des TecDAX-Konzerns. Durch den Kursrutsch hat sich die charttechnische Situation massiv eingetrübt.

(Mit Material von dpa-AFX)