Adidas
- Stefan Sommer - Volontär

Adidas-Aktie: Schafft der Weltmeisterausstatter die Trendwende?

Es ist so weit. Die Elf von Jogi Löw kommt nach Hause und lässt sich in Berlin von den Fans feiern. Der Triumph sorgt nicht nur bei den Deutschen für Freude auch die Aktionäre der Adidas-Aktie können jubeln. Bereits am Montag hat der Wert über drei Prozent zulegen können und war damit der Top-Gewinner im DAX.

Zahlreiche Analysten, unter anderem von der Commerzbank und der HSBC, verwiesen vor allem auf Aussagen von Konzernchef Herbert Hainer zum Fußballumsatz. Dieser soll dem Manager zufolge 2014 auf zwei Milliarden Euro steigen. Der Konzern-Chef bezeichnete die WM als "vollen Erfolg". Die beiden Endspiel-Gegner Argentinien und Deutschland seien von Adidas ausgestattet worden und die meisten Spieler hätten auch in Schuhen der Herzogenauracher gespielt. "Natürlich wird der WM-Titel noch mal für einen Extra-Schub sorgen."

Ausrüstervertrag mit Manchester United

Positiv aufgenommen wurde zudem die Meldung, dass Adidas ab der Saison 2015/2016 neuer Ausrüster des englischen Spitzenclubs Manchester United wird. Über den Deal war bereits spekuliert worden, nachdem der Adidas-Rivale Nike seinen Vertrag mit dem 20-maligen englischen Fußballmeister nicht verlängert hatte. Nach Angaben von Manchester United ist der Vertrag mit mindestens 750 Millionen Britische Pfund (943 Millionen Euro) dotiert. Während der zehnjährigen Vertragslaufzeit peilt Adidas einen Umsatz von insgesamt 1,5 Milliarden Pfund an.

Adidas; Chart

Analyst Ingbert Faust von der Investmentbank Equinet stufte die DAX-Aktie zudem vor den Zahlen für das zweite Quartal von "Accumulate" auf "Buy" hoch. Das Kursziel beließ er bei 90 Euro. Damit rechnet der Experte nach einem rund 22-prozentigen Kursrückgang des Papiers seit Jahresbeginn nun in den kommenden zwölf Monaten mit einem Gesamtertrag der Aktie von mehr als 20 Prozent.

Trendwende

Die Euphorie durch die Fußball-Weltmeisterschaft dürfte den Sportartikelhersteller weiteren Schwung bringen. Spätestens mit den Zahlen für das zweite Quartal wird sich zeigen, ob den Herzogenauracher den Turnaround gelingt. Auch DER AKTIONÄR empfiehlt, bei der Aktie investiert zu bleiben. Die Position sollte aber mit einem Stopp bei 65 Euro nach unten abgesichert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

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