28.04.2014 Stefan Sommer

DAX mit Stabilisierung erwartet nach jüngsten Rückschlag: Gold, Deutsche Bank, Bayer, Pfizer, AstraZeneca, Alstom, General Electric, Bayer, Daimler, Nordex im Fokus

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Gold
Trendthema

Börsianer erwarten am Montag einen ruhigen Start in eine geschäftige Woche am deutschen Aktienmarkt. Dabei wird der Handel wegen des Feiertags am 1. Mai am Donnerstag unterbrochen. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex DAX zwei Stunden vor Handelsstart 0,11 Prozent höher auf 9412 Punkte. Grundsätzlich bewegten sich die Märkte weiter aufwärts und nach dem Rückschlag zum Ende der Vorwoche dürfte sich der deutsche Markt stabilisieren, sagte Marktstratege Craig Erlam von Alpari UK. Im Fokus bleibe aber die Unsicherheit um eine weitere Eskalation in der Ukraine, die Aufwärtschancen limitiere. Die Vorgabe gibt zunächst keinen starken Impuls: Der Future auf den Dow Jones Industrial bewegte sich kaum seit dem Xetra-Schluss am Freitag. Die asiatischen Börsen geben am Morgen etwas nach. Erlam rechnet insbesondere in der ersten Tageshälfte mit sehr ruhigem Handel ohne wichtige Daten auf der Agenda.

Gold: Boden erreicht, Ziel 5.000 Dollar pro Unze

5.000 Dollar – der US-Ökonom Peter Schiff hält an seinem Kursziel für eine Unze Gold fest. Und dass obwohl der Goldpreis zuletzt sogar Mühe hatte, die Marke von 1.300 Dollar zu halten. Aber Schiff ist zuversichtlich, dass die anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank für wieder steigende Notierungen beim Gold sorgen wird.

Deutsche Bank gegen außergerichtliche Lösung um Zinshandel

Die Deutsche Bank sperrt sich einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge gegen eine außergerichtliche Einigung im Streit mit vier Zins-Händlern. Dabei geht es um die fristlose Kündigung von vier Mitarbeitern wegen der möglichen Manipulation der Referenzzinsen Euribor und Libor. Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte die Kündigung im vergangenen Herbst für unverhältnismäßig und damit für unwirksam erklärt, weil die Bank durch ihre Organisation für einen Interessenkonflikt gesorgt habe. Dagegen legte die Bank Berufung ein.

Bayer: Wird die Kunststoffsparte verkaufen?

Bayer prüft offenbar den Verkauf des zuletzt schwächelnden Kunststoffgeschäfts. Damit könnte könnte sich der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern stärker auf das gut laufende Pharmageschäft fokussieren, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Mega-Übernahme: Schluckt Pfizer AstraZeneca doch?

Der US-amerikanische Pharmakonzern Pfizer lässt beim britischen Konkurrenten AstraZeneca offenbar nicht locker. Nachdem die Amerikaner vor drei Monaten von der AstraZeneca-Führungsspitze abgewiesen wurden, könnten sie es bereits in dieser Woche erneut versuchen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein Pfizer-Sprecher wollte dies nicht kommentieren.

Chefsache Alsom-Übernahme: GE-Chef will jetzt Präsident Hollande treffen

General Electric ist alarmiert: Siemens steigt überraschend bei dem Übernahmepoker um Alstom ein. Jetzt geht der Fight in die nächste Runde. Bloomberg zufolge will GE-Chef Jeffrey Immelt Francois Hollande treffen. Ein Meeting mit dem französischen Industrieminister Arnaud Montebourg wurde zuvor abgesagt. Die US-Amerikaner wollen mit einem persönlichen Gespräch offenbar die Chancen für eine Übernahme erhöhen und den Konter des Konkurrenten Siemens abwehren.

Bayer mit Gewinnsprung – Aktie bald wieder dreistellig?

Bayer ist gut in das laufende Geschäftsjahr gestartet und notiert am Montag im frühen Handel stärker. Auch für das restliche Geschäftsjahr ist das Management des Pharma- und Chemiekonzern zuversichtlich.

Nordex-Aktie: Goldman Sachs hebt den Daumen

Die Investmentbank Goldman Sachs hat am Montag eine Kaufempfehlung für Nordex ausgesprochen. Das Kursziel für den Windkraftanlagenbauer sehen die Goldman-Analysten bei 13,30 Euro.  Die Nachricht könnte dafür sorgen, die Aktie wieder auf Kurs zu bringen.

Daimler: Ist die Aktie wirklich zu teuer?

Geht es nach Tim Schuldt, ist die Aktie von Daimler deutlich teurer als die Papiere der Konkurrenten wie etwa Volkswagen oder BMW. Der Analyst in Diensten von Equinet sieht ein Kursziel für Daimler von 59 Euro. Zugegeben, auch BMW liegt mit seine Produktpalette sehr gut im Rennen, Volkswagen profitiert stark vom weiterhin wachsenden Markt in China, jedoch wird deutlich, dass Daimler immer weiter aufholt. Zetsche und seine Mannschaft können mit einer Produktoffensive fleißig punkten. Vor kurzer Zeit kam der Crossover, in Peking wurde der Elektroflitzer Denza vorgestellt. Weitere Modelle werden folgen. Das sorgt für weitere Fantasie.

(Mit Material von dpa-AFX)