Astrazeneca
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Mega-Übernahme: Schluckt Pfizer AstraZeneca doch?

Der US-amerikanische Pharmakonzern Pfizer lässt beim britischen Konkurrenten AstraZeneca offenbar nicht locker. Nachdem die Amerikaner vor drei Monaten von der AstraZeneca-Führungsspitze abgewiesen wurden, könnten sie es bereits in dieser Woche erneut versuchen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein Pfizer-Sprecher wollte dies nicht kommentieren.

Wie viel Pfizer möglicherweise auf den Tisch legen will, sei noch offen. Der Börsenwert von AstraZeneca legte in der vergangenen Woche um fast acht Prozent auf 51,5 Milliarden Pfund (86,4 Mrd Dollar) zu, nachdem die britische Zeitung "Sunday Times" vergangene Woche erstmals über den ersten Versuch Pfizers berichtet hatte. In diesem Bericht war davon die Rede, dass die Amerikaner bereit seien, rund 100 Milliarden Dollar für AstraZeneca auszugeben. Sollte es dazu kommen, wäre es eine der größten Übernahmen in der Pharmabranche überhaupt.

Viele Übernahmen

In der Pharmabranche kommt es in der jüngsten Zeit weltweit fast jeden Monat zu milliardenschweren Transaktionen. Die Industrie ist derzeit stark in Bewegung: Viele große Konzerne suchen wegen auslaufender Patente und sinkender Gewinnmargen nach neuen Geschäftsfeldern oder Partnern. In Deutschland hatte der Bayer-Konzern zuletzt die rund zwei Milliarden Euro schwere Übernahme des norwegischen Krebsmittelspezialisten Algeta abgeschlossen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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