14.04.2014 Jochen Kauper

DAX kämpft sich ins Plus zurück: Commerzbank, Deutsche Post, Infineon, BMW, Munich Re und Nordex im Blick

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DAX
Trendthema

Gute Quartalszahlen der US-Bank Citigroup und erfreuliche  Einzelhandelsumsätze aus den USA haben den DAX am Montag knapp ins Plus gehievt. Dennoch drückte die Eskalation in der Ostukraine weiter auf die Stimmung. Eine Folge davon waren laut Händlern verstärkte Gewinnmitnahmen bei Nebenwerten und Technologieaktien. Sie verloren teils stark an Boden. Laut einem Börsianer hatten der Nebenwerte-Index und das Technologie-Barometer charttechnische Unterstützungsmarken bei etwa 15.800 Punkten und bei circa 1.200 Punkten nach unten durchbrochen. Dadurch seien automatisch Verkaufsaufträge ausgelöst worden, mit denen Verluste begrenzt werden sollen. Das habe die Kurse ebenfalls belastet.
Die Situation in der Ukraine lade nicht wirklich zum Kauf von Aktien ein, sagte Händler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Die Kurse russischer und ukrainischer Staatsanleihen gaben deutlich nach. Die Landeswährungen - der russische Rubel und die ukrainische Griwna – gerieten ebenfalls weiter unter Druck.

Vorsicht Crash:  MDAX und TecDAX im freien Fall
Sorgen um eine Eskalation der Ukraine-Krise hat den deutschen Aktienmarkt zu Beginn der neuen Handelswoche belastet. Sämtliche Indizes leiden unter massivem Verkaufsdruck. Der MDAX notiert zur Mittagszeit rund 1,5 Prozent im Minus. Beim TecDAX steht sogar ein Minus von fast drei Prozent zu Buche. Wie geht es weiter?

BMW verdient prächtig: Aktie bleibt aussichtsreich
Nach einer Studie des Center Automotive Research (CAR) der Uni Duisburg-Essen fahren die deutschen Premium-Hersteller weiter auf der Überholspur. BMW verdiente im vergangenen Jahr pro verkauftem Auto 3390 Euro, Audi 3188 Euro und Mercedes-Smart 2558 Euro. Reithofer und sein Team fahren also sportliche Gewinne pro Auto ein. Dennoch: Dieter Zetsche und sein Daimler-Konzern haben in den letzten Monaten kräftig aufgeholt.

Nordex-Aktie:Trading-Chance?
Nach überraschend starken Quartalszahlen von der Citigroup gewinnt der DAX wieder Oberwasser. Die Käufer sind wieder an den Markt zurückgekehrt. Noch kurz zuvor standen viele Werte aus der zweiten Reihe erneut unter Abgabedruck. Dazu zählte auch die Nordex-Aktie. Das Verlaufstief am Montagvormittag lag bei 10,40 Euro. Ein Minus von rund sieben Prozent.

ThyssenKrupp: Der Umbau geht weiter
Der Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp treibt die Bereinigung des Portfolios weiter voran. Nachdem sich der Konzern schon von Teilen des Stahl- und Edelstahlgeschäftsgetrennt hat, steht jetzt offenbar der Schiffsbau in Schweden vor dem Verkauf.

Erhält Facebook eine Banklizenz?
Einem Bericht der Financial Times zufolge steht der Internetkonzern Facebook kurz vor dem Erhalt einer Banklizenz in Irland. Mit der Zulassung durch die irische Notenbank dürfte das Online-Netzwerk in der Europäischen Union gültiges eigenes elektronisches Geld ausgeben, schrieb die Zeitung.

VW-Aktie: Gefangen im Seitwärtstrend
Seit nunmehr vier Monaten hängt die VW-Aktie in einer Seitwärtsrange zwischen 178 Euro und 205 Euro fest. Kurzfristig sieht es auch nicht danach aus, als sollte VW den Ausbruch nach oben schaffen. Zu schlecht sind die aktuellen Voraussetzungen, die Krim-Krise hängt wie ein Damoklesschwert über dem DAX. Blickt man auf die Konkurrenz, so hat VW jedenfalls Nachholpotenzial, zumindest was die Profitabilität betrifft: Während Toyota pro Auto operativ 1588 Euro pro Wagen verdiente, seien dies bei VW-Pkw trotz neuem Verkaufsrekord nur 616 Euro gewesen.

Munich Re: Guter Start ins Geschäftsjahr
Am Montagmorgen startet die Aktie der Munich Re stabil in den Handel. Damit zeigt die Aktie in einem schwachen Marktumfeld relative Stärke. Ein Interview der „Börsen Zeitung“ mit dem Finanzvorstand Jörg Schneider könnte den Kurs des Rückversicherers weiter stützen.

Deutsche Post: Reichlich Gegenwind
Die Aktie der Deutschen Post hat in den vergangenen beiden Jahren zu den Highflyern an der Börse gehört. Doch glaubt man den Analysten der Commerzbank, dann wird die Luft für die Aktie langsam dünn. Sie stufen das Papier ab, heben aber das Kursziel minimal an. Ist die Zeit zum Ausstieg gekommen?

Infineon: Aktei unter Druck – Kaufchance nutzen!
Die Infineon-Aktie kam in den vergangenen Tagen im Zuge des schwachen Gesamtmarktumfeldes unter die Räder. Die Schweizer Großbank UBS hat das „Buy“-Rating für Infineon mit einem Kursziel von 8,50 Euro bestätigt.


(Mit Material von dpa-AFX)