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Commerzbank: Nicht nur Iran-Krieg belastet

Commerzbank: Nicht nur Iran-Krieg belastet
Foto: Julia Schwager/Commerzbank; Yuri/iStockPhoto
Commerzbank AG -%
Fabian Strebin 12.03.2026, 09:45 Fabian Strebin

Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Commerzbank-Aktie seit Tagen im Niemandsland. Der Krieg gegen den Iran mit all seinen wirtschaftlichen Folgen hält die Börsen weiter auf Trab und sorgt für große Unsicherheit. Für die Commerzbank ist das ein größeres Problem als für die ohnehin schon stark betroffenen Konkurrenten.

Die sich tendenziell verschärfende Lage am Persischen Golf mit mehreren brennenden Öltankern lässt die Ölpreise heute erneut ansteigen. Die Sorgen um die Weltwirtschaft und die Teuerung nehmen zu. Die Aktien von Finanzinstituten leiden darunter besonders, denn geht es der Wirtschaft gut, dann verdienen in der Regel auch Geldhäuser gutes Geld.

Ihre Entwicklung ist stark an die Konjunktur und die Zinsen gekoppelt. Wenn die Energiepreise hoch bleiben und sich auf die Inflation auswirken, dann könnten die Notenbanken die Leitzinsen erhöhen. Für das Wirtschaftswachstum wäre das aber in der aktuellen Situation fatal.

Die Commerzbank gehört im Branchenindex Euro Stoxx Banks im laufenden Jahr mit einem Minus von 13,7 Prozent zu den schlechtesten Werten. Nur Deutsche Bank (-19,3 Prozent) und die Banca Monte dei Paschi di Siena (-19,3 Prozent) verloren mehr an Wert. Der Aktienkurs der Commerzbank bestimmt aber maßgeblich darüber, ob eine Übernahme durch die UniCredit realistisch ist.

Im letzten Jahr legte CEO Andrea Orcel mehrfach dar, dass der Aktienkurs der Commerzbank für eine wirtschaftliche Fusion zu hoch sei. Auch wenn er nun vom Hoch bei fast 38,00 Euro deutlich zurückgekommen ist, spricht doch noch ein anderer Punkt gegen ein zeitnahes Übernahmeangebot: In derart turbulenten Zeiten wie aktuell werden Übernahmen in der Regel nicht beschlossen. Zudem hat auch die UniCredit-Aktie zuletzt starke Einbußen verzeichnet.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Die Aktie notiert immer noch klar unter der 200-Tage-Linie bei 32,33 Euro. Zuletzt gab es eine kleine Erholung, diese bleibt aber aufgrund der Entwicklung im Nahen Osten fragil. Das Management gerät bei einem sinkenden Aktienkurs unter Druck, da theoretisch eine Übernahme durch die UniCredit wahrscheinlicher wird. Allerdings dürfte das erst dann aktuell werden, wenn die derzeitigen Turbulenzen überstanden sind.

Anleger, die bei der laufenden Empfehlung an Bord sind, beachten den Stopp bei 29,00 Euro.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

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