8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
16.05.2019 Nikolas Kessler

Wirecard: Diese Kooperation kommt zur richtigen Zeit

-%
Wirecard

Chinesische Touristen gelten auf ihren Reisen als äußerst spendabel. Besonders locker sitzt das Geld, wenn sie beim Shoppen auch heimische Bezahldienste wie Alipay oder WeChat Pay nutzen können. Die Payment-Plattform von Wirecard macht das möglich – und immer mehr europäische Händler greifen darauf zurück.

So hat die französische Kaufhauskette Printemps nun die Zusammenarbeit mit Wirecard erweitert. Die Wirecard WeChat Pay-Lösung wurde an mehreren Printemps-Standorten in ganz Frankreich implementiert und ausgeweitet, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Besonders im Fokus steht dabei das Stammhaus im Zentrum von Paris. Pünktlich zur Hauptreisezeit vieler Chinesen über die chinesischen Feiertage im Mai läuft dort aktuelle eine WeChat-Pay-Kampagne mit Sonderrabatten und In-App-Angeboten.

Touristen im Shopping-Rausch

Chinesische Reisende sind sowohl für Händler, als auch für Wirecard eine lukrative Zielgruppe: Nach Daten des Zahlungsabwicklers geben Touristen aus China in Kaufhäusern im Schnitt 810 Euro pro Transaktion aus. Für die Abwicklung kassiert Wirecard dabei einen gewissen Prozentsatz der Transaktionssumme als Gebühr.

Immer mehr Einzelhändler greifen daher auf die Wirecard-Lösung zur Akzeptanz der chinesischen Mobile-Payment-Dienste Alipay und WeChat Pay zurück. Zuletzt wurden entsprechende Kooperationen mit diversen Händlern geschlossen, darunter die Luxuslabels Karen Millen, MCM oder die Modekette Breuninger. Alleine im vergangenen Jahr habe sich das Transaktionsvolumen mit chinesischen Bezahlmethoden, das über die Plattform von Wirecard abgewickelt wurde, mehr als verdoppelt.

Heiße Wette auf neue Hochs

Der Wirecard-Aktie liefert die Meldung zunächst keine Impulse. Im durchwachsenen Gesamtmarkt tritt sie am Donnerstagvormittag kaum verändert auf der Stelle. DER AKTIONÄR setzt im Aktien-Musterdepot kurzfristig auf einen Sprung über den charttechnischen Widerstand im Bereich von 140 Euro und ein frisches Kaufsignal durch die Rückeroberung der 200-Tage-Linie bei 145,36 Euro. Das Kursziel von 200 Euro signalisiert auf 12-Monats-Sicht sogar Potenzial für neue Höchststände.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6