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Wall‑Street‑Schluss: Intel‑Elend und gescheitertes Übernahmepoker im Fokus

Wall‑Street‑Schluss: Intel‑Elend und gescheitertes Übernahmepoker im Fokus
Foto: Shutterstock/ Songquan Deng
DJ Industrial Average -%
Philipp Schleu Heute, 22:30 Philipp Schleu

Die US-Börsen retten sich mit einem Kursplus in eine Woche der Wahrheit. Zwischen Personalpoker an der Fed-Spitze und dem Schaulaufen der Tech-Giganten dominiert am Montag der kontrollierte Optimismus – doch die Nerven am Parkett liegen blank.

Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss den Handel mit einem Plus von 0,64 Prozent bei 49.412,40 Punkten ab. Auch der breite S&P 500 (+0,50 Prozent) und der Nasdaq 100 (+0,42 Prozent) verbuchten Gewinne.

Infront Nasdaq 100 (WKN: A0AE1X)

Die kommenden Tage dürften auch der Moment der Wahrheit für das Hype-Thema Künstliche Intelligenz sein. Die Schwergewichte Apple, Microsoft, Meta und Tesla müssen ihre Karten offenlegen. Die Kernfrage der Anleger lautet schlicht, inwieweit sich die massiven Milliarden-Investitionen der Konzerne bereits in harten Cashflows niederschlagen. Entsprechend nervös reagierten die Einzelwerte bereits im Vorfeld. Während Cisco mit einem Plus von über drei Prozent den Ausbruch aus einer wochenlangen Konsolidierung probte und auch die Apple-Aktie um knapp drei Prozent zulegte, setzt sich bei Intel die Ernüchterung fort.

Cisco Systems (WKN: 878841)

Das Papier des einstigen Chip-Primus Intel fiel um weitere 5,7 Prozent zurück und korrigierte damit deutlich von seinem Mehrjahreshoch. Der Grund für den Abverkauf ist hausgemacht: Intel bekommt die Produktion seiner neuen Prozessorarchitektur „A18“ nicht schnell genug in den Griff. Wer die enorme Nachfrage nach KI-Server-Chips wegen mangelnder Ausbeute nicht bedienen kann, wird von den Investoren gnadenlos abgestraft – DZ-Bank-Analyst Ingo Wermann verweist hierbei auf die enttäuschten Erwartungen nach der jüngsten Kursverdopplung.

Intel (WKN: 855681)

Abseits der Tech-Euphorie sorgte eine gescheiterte Übernahme für ein Debakel im Biotech-Sektor. Der Pharmariese Merck & Co brach laut Medienberichten die Gespräche mit Revolution Medicines ab, da man sich nicht auf einen Kaufpreis einigen konnte. Die Quittung folgte prompt: Die Papiere von Revolution Medicines brachen um 17 Prozent ein, während Merck mit einem moderaten Minus von 0,7 Prozent davonkam.

Merck & Co. (WKN: A0YD8Q)

Auch beim Flugzeugbauer Boeing dominierten Gewinnmitnahmen das Bild; die Aktie gab um 1,5 Prozent nach, nachdem sie zuvor eine starke Erholungsphase gezeigt hatte.

Boeing (WKN: 850471)

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
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Infront Nasdaq 100 - Pkt.
Apple - €
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