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Trump: Jetzt droht er diesem Land mit 100-Prozent-Zöllen

Trump: Jetzt droht er diesem Land mit 100-Prozent-Zöllen
Foto: ASSOCIATED PRESS/Ben Curtis/picture alliance/dpa
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Jan-Paul Fóri Heute, 06:32 Jan-Paul Fóri

Donald Trump bleibt der politische Unsicherheitsfaktor Nummer eins für die Märkte. Noch beim Weltwirtschaftsforum in Davos sorgte der US-Präsident mit massiven Zollandrohungen gegen die EU für Aufsehen. Kaum ausgesprochen, ruderte Trump zwar wieder zurück, doch nun droht er diesem Nachbarstaat mit massiven Strafzöllen.

Am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) kam es nicht nur Attacke gegen die EU, sondern auch zu einem verbalen Schlagabtausch mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney. Dieser hatte in seiner Rede vor wirtschaftlicher Erpressung durch Großmächte gewarnt – ohne Namen zu nennen. Trump fühlte sich dennoch angesprochen und konterte ungewöhnlich scharf: „Kanada lebt wegen der Vereinigten Staaten. Das sollte man nicht vergessen.“

„Kanada lebt nicht wegen der Vereinigten Staaten. Kanada floriert, weil wir Kanadier sind“, konterte dagegen Carney. Durch ein Handelsabkommen mit China, dass bereits Mitte Januar verkündet wurde, will Kanada Handelsbarrieren abbauen. Im Fokus stehen dabei E-Autos, Rapsöl, Hummer, Krabben und Erbsen.

Während Kanada die Einfuhr von 49.000 chinesischen E-Autos zu einem Zollsatz von 6,1 Prozent statt der bisherigen 100 Prozent erlaubt, wird China die Abgaben auf kanadisches Rapsöl von 85 auf 15 Prozent senken und auf Rapsschrot komplett streichen. Auch die Zölle auf Hummer, Erbsen und Krabben aus Kanada entfallen ab dem 1. März.

China-Deal stößt Trump sauer auf

Doch genau an dieser Vereinbarung zwischen Kanada und China stört sich Trump immens: Am Wochenende verkündete der US-Präsident auf seinem Netzwerk Truth Social: „Wenn Gouverneur Carney glaubt, er könne Kanada zu einem „Umschlaghafen“ machen, über den China Waren und Produkte in die Vereinigten Staaten liefert, dann irrt er sich gewaltig. China wird Kanada lebendig verschlingen, es vollständig verschlucken – einschließlich der Zerstörung seiner Unternehmen, seines sozialen Gefüges und seiner allgemeinen Lebensweise. Sollte Kanada ein Abkommen mit China schließen, wird es umgehend mit einem 100%-Zoll auf alle kanadischen Waren und Produkte belegt, die in die USA eingeführt werden.“

Carney präzisiert China-Deal

Der politische Druck aus Washington zeigte Wirkung. Carney stellte klar, Kanada habe „keine Absicht, ein Freihandelsabkommen mit China zu verfolgen“. Das Abkommen diene lediglich der Korrektur bestehender Handelsverwerfungen und sei vollständig mit dem nordamerikanischen Handelsabkommen CUSMA (USMCA) vereinbar. Ob Trump sich davon allerdings besänftigen lassen wird, ist ungewiss. 

Infront DowJones (WKN: 969420)

Sollte Trump tatsächlich 100-Prozent-Zölle gegen Kanada verhängen, dürfte dies insbesondere den Stahl und Agrar-Sektor treffen. Zu den Verlierern würden dann Unternehmen mit bedeutenden US-Geschäft wie Algoma Steel, Stelco Holdings, Nutrien und Maple Leaf Foods gelten. DER AKTIONÄR bleibt am Ball und wird zeitnah über etwaige Neuerungen berichten. 

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