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ROUNDUP: Hannover Rück hebt Dividende kräftig an - Aktie legt zu

ROUNDUP: Hannover Rück hebt Dividende kräftig an - Aktie legt zu
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Heute, 10:05 ‧ dpa-Afx

HANNOVER (dpa-AFX) - Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück will nach seinem Rekordgewinn 2025 eine deutlich höhere Dividende zahlen. Die Ausschüttung soll von 9 auf 12,50 Euro steigen, wie der Konzern am Donnerstag anlässlich seines Geschäftsberichts mitteilte. Analysten hatten im Schnitt 11,92 Euro erwartet. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an.

Die Hannover-Rück-Aktie gewann am Morgen rund drei Prozent auf 254,80 Euro und gehörte damit zu den stärksten Titeln im Dax . Dennoch wurde sie damit noch rund vier Prozent billiger gehandelt als zum Jahreswechsel.

Größter Profiteur der höheren Dividende ist der Versicherungskonzern Talanx (HDI), dem gut die Hälfte der Hannover-Rück-Aktien gehören. Die Talanx-Aktie legte am Morgen um gut zwei Prozent zu. Haupteigner von Talanx ist wiederum der Haftpflichtverband der Deutschen Industrie (HDI), ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit.

Die Hannover Rück ist seit Jahren für hohe Gewinnausschüttungen bekannt. Neben der regulären Dividende hatte der Konzern wegen guter Geschäfte und dicker Kapitalpolster seit dem Geschäftsjahr 2012 fast durchweg Sonderdividenden ausgezahlt - so oft, dass Aktionäre inzwischen nahezu auf den Extra-Geldsegen zählen konnten. Die Ausschüttung für 2024 hatte sich aus sieben Euro Regeldividende und zwei Euro Sonderdividende zusammengesetzt.

Nun brach die Hannover Rück mit ihrer langen Tradition, neben einer regulären Dividende fast in jedem Jahr eine Sonderdividende auszuschütten. Ab sofort sollen rund 55 Prozent des Konzerngewinns (nach IFRS) als Dividende an die Aktionäre gehen, wie die Konzernführung bereits im Herbst entschieden hatte.

Im vergangenen Jahr fuhr die Hannover Rück trotz der verheerenden Waldbrände in Kalifornien einen Rekordgewinn ein. Der Überschuss stieg um mehr als 13 Prozent auf 2,64 Milliarden Euro, wie der Konzern schon im Februar auf Basis vorläufiger Zahlen mitgeteilt hatte. Für 2026 peilt Vorstandschef Clemens Jungsthöfel weiterhin mindestens 2,7 Milliarden Euro an, obwohl der Konzern im Schaden- und Unfallgeschäft zum 1. Januar einen weiteren Preisrückgang hinnehmen musste./stw/mne/jha/

Quelle: dpa-AFX