Wie entfesselt: Die Aktie des Biosprit-Herstellers Verbio setzt die Rally der vergangenen Handelstage auch am Donnerstag fort. Zur Stunde gewinnt das Papier weitere fünf Prozent. Dadurch erreicht der Titel, der erst Ende vergangenen Jahres wieder in den SDAX aufgestiegen ist, ein neues Mehrjahreshoch.
Verbio erfährt derzeit von mehreren Seiten Rückenwind. Neben den durch den Iran-Krieg massiv gestiegenen Spritpreisen zeichnen sich auch im deutschen Heimatmarkt deutlich verbesserte Rahmenbedingungen ab. Mit der geplanten Reform des Heizungsgesetzes, das einst die Ampel-Regierung auf den Weg gebracht hatte, soll schrittweise Biogas zum Heizen (bei Gasheizungen) zugeführt werden.
Verbio produziert in Deutschland in drei Anlagen bereits Biomethan, allerdings primär für den Verkehrssektor. Die Pläne der Bundesregierung sind eine große Chance für das Unternehmen: "Zunächst muss man mal sagen: Wir produzieren heute ungefähr eine Terrawattstunde. Das ist ein Prozent des deutschen Erdgasverbrauches", so Verbio-Chef Claus Sauter vor Kurzem gegenüber dem mdr. "Wir hätten in den vergangenen Jahren schon viel mehr produziert, wenn der Markt da gewesen wäre."
Darüber hinaus profitiert Verbio derzeit von höheren THG-Quoten. DER AKTIONÄR hatte diese Entwicklung bereits zu Jahresbeginn als möglichen Kurstrigger für den deutschen Nebenwert ausgemacht (siehe: "Verbio-Aktie wie entfesselt: 3 Gründe, warum die Rally weitergeht").
Die Geschäftsaussichten haben sich für Verbio in den zurückliegenden Monaten spürbar verbessert, was sich unschwer am Kursverlauf ablesen lässt. DER AKTIONÄR hat das Papier Ende Oktober bei Kursen von unter 16 Euro zum Kauf empfohlen und auf die Turnaround-Chance hingewiesen. Anleger liegen nun bereits 120 Prozent im Plus und bleiben an Bord – kurzfristig ist eine Verschnaufpause allerdings überfällig.
Heute, 12:49