Brenntag zeigt sich für 2026 weiter vorsichtig. Der CEO des Chemikalienhändlers, Jens Birgersson, erklärte: „Wir rechnen auch 2026 mit anhaltendem Gegenwind im Markt und konzentrieren uns bei Brenntag daher auf das, was wir kontrollieren können.“ Kurzfristig sei nicht mit einer Belebung der Nachfrage zu rechnen – im besten Fall bleibe das Marktumfeld stabil.
Die hohe Unsicherheit dürfte daher zunächst bestehen bleiben. Vor diesem Hintergrund will das Unternehmen sein Sparprogramm noch einmal intensivieren. Erste Eckdaten zum vergangenen Geschäftsjahr sowie eine Prognose für 2026 hatte Brenntag bereits Anfang März veröffentlicht.
An seiner Erwartung für das laufende Jahr hält der Konzern fest. Demnach soll das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen weiterhin zwischen 1,15 und 1,35 Milliarden Euro liegen. Im vergangenen Jahr war das operative Ergebnis um fast zwölf Prozent auf rund 1,29 Milliarden Euro gesunken. Die möglichen Folgen des Krieges im Persischen Golf seien in dieser Prognose bislang nicht berücksichtigt worden. Die Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage ließen sich derzeit noch nicht verlässlich abschätzen, teilte das Unternehmen mit.
Auch beim Umsatz musste Brenntag zuletzt einen Rückgang hinnehmen. Wie bereits bekannt, verringerte sich der Erlös im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um knapp sieben Prozent auf rund 15,2 Milliarden Euro. Deutlich stärker fiel der Rückgang beim Gewinn aus. Das auf die Aktionäre der Brenntag SE entfallende Konzernergebnis nach Steuern brach vor allem wegen Wertminderungen deutlich ein und lag nur noch bei rund 265 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Nettogewinn noch gut 536 Millionen Euro betragen.
Das Marktumfeld für die gesamte Chemiebranche und damit auch für den Großhändler Brenntag bleibt mau. Dazu passt das trübe Chartbild. Ein Einstieg drängt sich vorerst weiterhin nicht auf.
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Heute, 09:34