Schwieriger Handelsauftakt an der Wall Street. Neue Inflationsdaten liefern zwar einen kleinen Lichtblick, gleichzeitig steigen Ölpreis und Anleiherenditen weiter. Besonders unter Druck stehen Technologiewerte. Nach Börsenschluss richtet sich der Blick auf Oracle.
Die US-Börsen starten heute schwächer in den Handel. Bereits die Futures auf den S&P 500 lagen vorbörslich rund 0,5 Prozent im Minus, der Nasdaq-100 gab etwa 1,1 Prozent nach. Beim Dow Jones zeichnete sich ein Rückgang von 0,2 Prozent ab. Ähnlich war das Bild dann tatsächlich direkt nach Handelsstart.
Für zusätzlichen Druck sorgen die Anleihemärkte. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg zeitweise auf rund 4,87 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit November 2023. Bei den 30-jährigen US-Bonds kletterte die Rendite sogar auf mehr als 5,30 Prozent.
Die am Donnerstag veröffentlichten Erzeugerpreise lieferten ein gemischtes Bild. Die Kernrate, bei der die volatilen Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, stieg im August um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Die Gesamtpreise auf Erzeugerebene legten dagegen um 0,4 Prozent zum Vormonat und um 5,4 Prozent zum Vorjahresmonat zu.
Damit fällt der wichtigste Inflationsindikator des Tages bei der Kernrate etwas niedriger aus als erwartet. Eine klare Entwarnung ist das allerdings nicht.
Der Ölpreis bleibt der entscheidende Unsicherheitsfaktor. US-Öl der Sorte WTI übersprang zeitweise die Marke von 100 Dollar je Barrel, Brent notierte über 103 Dollar. Anhaltende Spannungen zwischen den USA und Iran erschweren die Versorgungslage und halten den Inflationsdruck hoch.
Am Freitag folgt der weitaus stärker beachtete Verbraucherpreisindex. Die neuen Inflationsdaten dürften damit auch die Diskussion über den weiteren Kurs der US-Notenbank beeinflussen. An den Terminmärkten nehmen die Wetten auf höhere Zinsen zu. Eine weitere Belastung für Aktien, die bereits unter dem Anstieg der langfristigen Renditen leiden.
Einzelwerte
American Eagle Outfitters verliert nach enttäuschenden vergleichbaren Umsätzen im zweiten Quartal rund 15 Prozent. Macy’s gerät trotz besserer Quartalszahlen und einer angehobenen Jahresprognose unter Druck, weil der Ausblick für das dritte Quartal vorsichtiger ausfällt.
Nach dem US-Handelsschluss richten sich die Blicke heute auf Oracle. Der Software- und Cloud-Konzern veröffentlicht die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027.
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