Die Aktie von Amgen hat in den vergangenen Tagen mehr als zwölf Prozent eingebüßt. Amgen geriet nach einem Rückschlag bei einem Konkurrenzprojekt aus dem Hause Novartis unter Druck („DER AKTIONÄR berichtete: „Amgen: Heftiger Kursrutsch – das ist der Grund“). Nun folgen auch kritische Analystenstimmen. HSBC reagierte sogar mit einer Abstufung.
HSBC hat das im Dow Jones notierte US-Biotech-Unternehmen von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und das Kursziel von 445 auf 425 Dollar gesenkt. Analyst Morten Herholdt verweist dabei auf die Bewertung: Nach starker Geschäftsentwicklung und positiven Prognoseanpassungen sei der Titel inzwischen in etwa fair bewertet. An der langfristigen Perspektive hält HSBC aber fest. Amgen könne den Patentablauf mit Medikamenten gegen seltene Erkrankungen, neuen Produkten und einem wachsenden Biosimilar-Geschäft abfedern.
Kurzfristig sei der Spielraum jedoch begrenzt: Auslaufende Patente dürften das Wachstum auf einen niedrigen einstelligen Prozentsatz drücken. Wichtige Pipeline-Kandidaten wie MariTide, Olpasiran und Imdelltra werden erst gegen Ende 2027 zu relevanten Wachstumstreibern.
Nach dem deutlichen Einbruch zu Wochenbeginn hat sich die Aktie von Amgen zuletzt aber wieder stabilisieren können. Wichtig wäre, dass möglichst rasch die 50-Tage-Linie zurückerobert werden kann. Das Märzhoch bei 391,29 Dollar verleiht Unterstützung – genauso wie die 200-Tage-Linie bei knapp 360 Dollar.
Die Aktie von Amgen hatte zuvor eine starke Rally hingelegt und erst vor Kurzem ein neues Allzeithoch markiert. Nun ist der kurzfristige Aufwärtstrend erst einmal gebrochen. AKTIONÄR-Leser befinden sich seit der Empfehlung aber nach wie vor mehr als 50 Prozent im Plus. Insgesamt bleibt DER AKTIONÄR trotz der Bedenken zuversichtlich bei der Aktie, kurzfristig ist allerdings nun etwas Geduld gefragt. Wichtig ist, dass die eigenen Studiendaten überzeugen. Anleger sichern sich mit einem Stopp bei 293 Euro ab.
Heute, 15:31
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