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26.03.2021 Carsten Kaletta

TUI: Merkels Plan geht wohl nicht auf

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TUI

Angela Merkel will insbesondere Mallorca-Reisen auf rechtlichem Wege unterbinden. Ob ihr das gelingt, ist fraglich. Die Bundeskanzlerin selbst sagte am Donnerstagabend, dass sich die Beschränkung touristischer Auslandsreisen rechtlich schwierig gestalte. Der TUI-Aktie hilft das heute aber nicht wirklich.

"Es gibt schon erhebliche juristische Bedenken. Die muss man erst nehmen", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend in Berlin nach dem digitalen EU-Gipfel.

Angesichts der hitzigen Diskussion über Urlaub auf Mallorca erwägt die Bundesregierung, Reisen in beliebte Urlaubsgebiete im Ausland vorübergehend zu unterbinden. Merkel bat die zuständigen Ministerien, Möglichkeiten dafür zu prüfen. Sie könne dem Ergebnis nicht vorgreifen, sagte die Kanzlerin. "Wir können uns nicht rechtswidrig verhalten. Und deshalb bin ich auf die wiederholte Prüfung gespannt." 

Nachdem Mallorca am 14. März von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen worden war, boomten Urlaubsbuchungen für die Balearen-Insel. Inzwischen halten sich 8.000 bis 9.000 Urlauber dort auf.

Die müssen allerdings ab Dienstag (30. März) vor der Rückreise in die Heimat einen Corona-Test machen und dürfen nur im Falle eines negativen Ergebnisses im Flieger Platz nehmen. So steht es in der Einreise-Verordnung, die Minister Jens Spahn voraussichtlich noch heute verkünden will. Ursprünglich sollte die Testpflicht bereits ab Sonntag gelten.


TUI (WKN: TUAG00)

Der Reiseverbots-Vorstoß von Angela Merkel dürfte nicht gelingen, da dies ein schwerer Eingriff in verfassungsrechtlich verankerte Freiheitsrecht wäre – Juristen werden diesen Sachverhalt vermutlich  als "unverhältnismäßig" beurteilen. Allerdings hat das der Reise-Branche aktuell ein wenig den Optimismus genommen.

Dennoch bestehen berechtigte Hoffnungen, dass im Sommer – mit fortschreitendem Impf-Fortschritt – viele Menschen Urlaub (am Mittelmeer) machen können und TUI in der Hauptreisezeit gute Geschäfte machen wird. DER AKTIONÄR ist für dieses Szenario durchaus optimistisch. Investierte TUI-Anleger sind sich der Risiken ihrer Anlage bewusst und beachten deshalb unbedingt den Stopp-Kurs bei 3,60 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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