25.10.2019 Markus Bußler

Top-CEO: 2.000 Dollar sind bei Gold im Spiel

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Gold
Trendthema

Sean Boyd, CEO von Agnico Eagle, gehört nicht gerade zu den Lautsprechern der Börse. In den vergangenen Jahren hat er Agnico weiter entwickelt und das Unternehmen wächst organisch. Boyd selbst tritt im Vergleich zu den CEOs anderer Goldkonzerne vergleichsweise selten mit Prognosen in Erscheinung. Doch anlässlich der starken Quartalszahlen seines Unternehmens gab er dann gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Prognose für den Goldpreis ab.

Seiner Ansicht nach hat Gold das Potenzial, in den kommenden zwei bis drei Jahren ein neues Rekordhoch jenseits der 2.000-Dollar-Marke zu erzielen. Vor allem die Unsicherheiten rund um die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft sollten den Goldpreis dabei unter die Arme greifen. Aber auch die hohen Staatsausgaben, die auf Schulden basieren, dürften den Goldpreis nach oben treiben. Dazu sehe er starke Käufe aus China, Indien und die größten Goldkäufe seitens der Zentralbanken seit den frühen 1970er Jahren. All das lässt Sean Boyd mit einem weiteren Anstieg des Goldpreises rechnen. Mit Blick auf Agnico Eagle sagte Boyd, er wolle den höheren Cashflow, der sich aus dem stärkeren Goldpreis ergibt, nutzen, um die Dividende zu erhöhen und die Bilanz weiter zu stärken. Die Agnico-Aktie konnte gestern über sechs Prozent zulegen, nachdem der Konzern die Analystenerwartungen klar geschlagen hat.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Sicherlich hat Sean Boyd Recht, wenn er auf das für Gold bullishe Umfeld verweist. Gold selbst hat gestern ein Zeichen gesendet, dass die nächste Rallye-Phase bereits begonnen haben könnte. Mit dem Ausbruch aus der bullishen Flagge ist das erste Puzzleteil da, ein Anstieg über 1.505 Dollar wäre die erste Bestätigung, dass die Bullen wieder das Ruder übernommen haben. Ein Ausbruch über 1.526 Dollar würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich die Bullen tatsächlich auf dem Weg zu einem neuen Jahreshoch befinden.