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13.01.2014 Markus Bußler

ThyssenKrupp: Neue Fantasie

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DAX

Die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns ThyssenKrupp kann heute zulegen. Der Grund: Nach Medienberichten hat das Unternehmen eine Gewinnverdopplung im Visier. Außerdem steht das Brasilien-Werk weiterhin auf der Verkaufsliste. Auch aus charttechnischer Sicht gibt es Hoffnung auf Besserung.

Der Spiegel berichtet, dass ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger das Unternehmen in den nächsten Monaten auf mehr Leistung und höhere Gewinne ausrichten will. Darauf schwor Hiesinger seine Manager vor wenigen Wochen bei einer Leadershipkonferenz ein. Mittelfristig sollen sich die "Gewinne vor Steuern und Zinsen verdoppeln", sagte Hiesinger demnach. Hiesinger forderte von seinen Managern, den Umbau des Konzerns entschlossen voranzutreiben. „Wir können akzeptieren, dass es dauert, aber wir akzeptieren nicht, dass man nicht startet“, sagte er.

Werk in Brasilien vor dem Verkauf?

Interessant auch: Das Stahlwerk in Brasilien soll nach wie vor verkauft werden. Zuletzt musste ThyssenKrupp das Werk im Unternehmen belassen, nachdem Verkaufsverhandlungen gescheitert waren. Lediglich das Werk in Alabama/USA konnte der Konzern abstoßen. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk sagte Hiesinger, ThyssenKrupp wolle sich immer noch von seinem Stahlwerk in Brasilien trennen. „Mittel- und langfristig, das muss man ganz klar sagen, wollen wir auch das Werk in Brasilien nicht bei ThyssenKrupp haben“, sagte Hiesinger. Auf einen Zeitplan für den Verkauf wollte sich der Konzernchef jedoch nicht festlegen.

Zwar sind beide Meldungen nur Absichtserklärungen. Doch sie zeigen: Das Unternehmen arbeite mit Nachdruck an einer Wende zum besseren. Vor allem ein Verkauf des Brasilien-Werks würde sich positiv auswirken. Das Werk war in den vergangenen Jahren der große Verlustbringer bei ThyssenKrupp.

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Aus charttechnischer Sicht hat sich die Aktie zuletzt stabilisiert und konnte in kleinen Schritten sogar zulegen. Eine große Trendwende ist zwar noch nicht in Sicht. Dennoch wird auch ThyssenKrupp von der erwarteten Trendwende beim Stahlpreis im laufenden Jahr profitieren. Investierte Anleger halten an ihrer Position fest.

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