07.08.2019 Thorsten Küfner

Thomas Cook unter Druck: Gegenwind durch die Lufthansa

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Thomas Cook Group
Trendthema

Nach der fulminanten Rallye, in deren Verlauf die Anteilscheine des schwer angeschlagenen Reiseriesen Thomas Cook satte 200 Prozent zulegen konnten, setzt nun wieder eine Korrektur ein. Zumal es heute auch eine Meldung von der Lufthansa gibt, welche den Thomas-Cook-Aktionären weniger schmecken dürfte.

Denn der DAX-Konzern baut sein touristisches Langstreckenangebot an den Drehkreuzen München und Frankfurt aus. Unter der Marke Eurowings sollen im Sommer 2020 von Frankfurt aus die US-Ziele Phoenix in Arizona und Anchorage in Alaska angeflogen werden, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Von München hebt die Touristikmarke des Kranich-Konzerns neu nach Las Vegas und Orlando ab. In München kommen als neue Ziele der Stamm-Marke Lufthansa die Städte Seattle, Detroit und das indische Bangalore hinzu.

Ursprünglich wollte der Konzern die Marke Eurowings von seinen beiden deutschen Drehkreuzen fernhalten, änderte die Strategie aber bereits zum Sommer 2018 in München und zum anstehenden Winterflugplan 2019/2020 auch in Frankfurt. Die Verlagerung von Düsseldorf und Köln/Bonn setzt auch den klassischen Ferienflieger Condor, eine Tochter von Thomas Cook, unter Druck.

Thomas Cook Group (WKN: A0MR3W)

Die enorm günstig bewertete Aktie der Lufthansa ist aktuell für mutige Anleger wieder attraktiv. Hingegen sollte das Papier von Thomas Cook aufgrund der enormen Risiken (siehe hier) eher gemieden werden.

Mit Material von dpa-AFX

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.