So investieren Sie wie Peter Lynch
14.09.2020 Jochen Kauper

Tesla: Hohe Erwartungshaltung im Vorfeld des „Battery-Day“

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Tesla

Am 22. September veranstaltet Tesla den mit Spannung erwarteten "Battery Day". Anleger erhoffen sich neue Impulse für die Aktie. In der Zwischenzeit haben die Analysten der UBS das Kursziel für die Tesla-Aktie verdoppelt.

Elon Musk hat in der Vergangenheit den Markt in schöner Regelmäßigkeit mit guten News gefüttert. Natürlich ist die Erwartung im Vorfeld des „Battery-Day“ am 22. September dementsprechend hoch.

Tesla (WKN: A1CX3T)

„Da ist sehr viel vorstellbar. Ich kann mir gut vorstellen, dass Li-Eisensulfat als Kathodenmaterial genommen wird, mit neuen Packageing Methoden á la BYD die Reichweite, Kosten und Lebensdauer damit simultan deutlich verbessert werden“, sagt Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut gegenüber dem AKTIONÄR.

"Wir erwarten, dass die Ankündigungen bedeutend sein werden und Teslas Kosten- und Technologievorsprung für mehrere weitere Jahre festigen", schreibt Analyst Patrick Hummel von der UBS.

Dennoch: Hummel sieht in der enormen Erwartungshaltung der Anleger auch ein Problem. Denn so lange Elon Musk während des Events kein Kaninchen aus dem Hut zaubert, fehlen dem Aktienkurs Katalysatoren für neue Kursgewinne. Hummel erhöhte zwar das Kursziel für die Tesla-Aktie um 100 Prozent auf 325 Dollar, jedoch notiert das Papier bereits deutlich über diesem Niveau.

Lucid "Air"
lucidmotors.com

In der Zwischenzeit hat Tesla-Konkurrent Lucid Motors bei der digitalen Premiere seiner Elektro-Luxuslimousine „Air“ die finalen technischen Daten genannt. Das Auto wird zunächst in Nordamerika in vier Modellreihen erhältlich sein. Die Auslieferungen sollen im zweiten Quartal 2021 starten. Lucid könnte neben Xpeng Motors in Zukunft durchaus zu einem ernst zu nehmenden Gegner für Tesla heranwachsen.

An der doppelten Unterstützung bei 331 Dollar stoppte zuletzt der Kursverfall der Tesla-Aktie. Der Chart konnte im Anschluss zumindest einen kleinen Rebound vollziehen. „Aktuell geben die markttechnischen Indikatoren noch keine endgültige Entwarnung. Das Halten dieser Marke ist auch extrem wichtig. Der Trendfolgeindikator MACD zeigt sich auch heute abwärts geneigt. Zudem die kurzfristige Slow-Stochastik. Fallhöhe besteht daher noch weiter. Nicht zuletzt weil die 200-Tage-Linie bei gerade einmal 181 US-Dollar verläuft“, sagt Charttechnik-Experte Martin Utschneider von Donner & Reuschel.

Tesla ist nach der Empfehlung im AKTIONÄR unter den Stopp gefallen. Anleger sollten vor dem Wiedereinstieg eine deutliche Kursberuhigung abwarten.

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