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27.07.2020 Jochen Kauper

Tesla-Höhenflug: Elektroauto-Start-ups Li Auto und Fisker wollen den Hype nutzen

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Tesla

Die Aktie von Elektroauto-Pionier Tesla hat sich in diesem Jahr mehr als vervierfacht. Die Anteilscheine des weitaus kleineren chinesischen Konkurrenten Nio kletterten vom März-Tief bei 1,98 Dollar auf 14,98 Dollar. Das starke Momentum der Branche wollen will jetzt auch Li Auto und Fisker nutzen.

Während Tesla Anleger und Analysten einmal mehr mit den Zahlen für das zweite Quartal überzeugt und die Aktie zuletzt eine atemberaubende Performance an den Tag gelegt hat, wollen kleinere Konkurrenten den Hype nutzen. Das 2017 gegründete Elektroauto-Start-up Fisker Inc will im vierten Quartal an die Börse.

Gegründet wurde Fisker vom dänischen Autodesigner Henrik Fisker. Er entwarf bekannte Modelle wie den BMW Z8 oder den Aston Martin DB9. Musste der Unternehmenschef in der Vergangenheit verbissen um neue Geldspritzen kämpfen, so wird Henrik Fisker derzeit mit neuen Finanzierungsangeboten nur so überschüttet.

Fisker setzt auf das „Apple-Modell“

Der Börsengang soll Fisker einen Bruttoerlös von einer Milliarde Dollar in die Kassen spülen. Das Geld wird Fisker jedoch nicht in den Aufbau einer eigenen Produktion stecken. Fisker will für die Herstellung des Elektro-SUV Fisker Ocean unter anderem die MEB-Plattform von Volkswagen nutzen. Gespräche laufen auch mit Magna International, die das SUV im Auftrag von Fisker bauen könnten. Erste Modelle des SUV sollen 2022 vom Band laufen. Preis 37.499 Dollar.

Fisker Modell "Ocean"

Fisker spricht neben VW mit anderen Automobilherstellern über den Einsatz ihrer Hardware, sprich Fahrzeugplattformen, Batteriepacks, Klimaanlagen und andere Teile, während Fisker sich auf Design, Software und die digitale Erfahrung konzentriert. Fisker verfolgt in Sachen Börsengang eine ähnliche Strategie wie Nikola Corporation, die per Fusion mit VectoIQ den Sprung an die Börse wagten. Fisker wird über einen sogenannten SPAC-Deal (siehe DER AKTIONÄR 29/2020) mit Spartan Energy Acquisition Corp fusionieren.

Neben Fisker will auch der chinesische Elektroauto-Hersteller Li Auto an die Börse. Die Serienproduktion des SUV namens Li One hat im November 2019 begonnen. Bis zum 30. Juni wurden laut Unternehmensangaben 10.400 Li One-Fahrzeuge ausgeliefert. Der Umsatz betrug in den ersten drei Monaten rund 120 Millionen Dollar.

Der chinesische Elektroautohersteller Li Auto will bei seinem Börsengang bis zu 95 Millionen amerikanische Depositary Shares in einer Spanne zwischen 8 und 10 US-Dollar verkaufen. Goldman Sachs, Morgan Stanley und UBS gehören zu den Konsortialführern.

SUV-Modell "Li One"
liauto.com

Li will den Fokus auf SUVs in einer Preisspanne zwischen 21.000 und 70.000 Dollar konzentrieren und dabei „ein unvergleichliches Preis-Leistungs-Verhältnis mit der Leistung, Funktionalität und dem Raumangebot eines großen Premium-SUVs bieten. Aber zu Preisen, die nahe an denen eines kompakten Premium-SUVs liegen", sagte CEO .

Tesla (WKN: A1CX3T)

Anleger sollten Li Auto und Fisker auf die Watchlist setzen. Zuletzt hat die Tesla-Aktie nach den sehr guten Daten für das zweite Quartal den Rückwärtsgang eingelegt. Die Aktie hatte ohnehin bereits viel vorweggenommen. „Der Kurs bleibt aber weiterhin anfällig für kurzfristige Gewinnmitnahmen. Stopps sollten daher spätestens bei 1.266 US-Dollar gezogen werden“, sagt Charttechnik-Experte Martin Utschneider von Donner & Reuschel.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Tesla.

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