Tesla legt heute nach Börsenschluss Zahlen für das zweite Quartal vor. Die Aktie des Elektroauto-Herstellers hat in den letzten drei Monaten rund 2 Prozent verloren. Das Papier notiert rund 24 Prozent unter dem im vergangenen Dezember erreichten Höchststand. Nach den guten Auslieferungsdaten vor wenigen Wochen ist die Erwartungshaltung der Wall Street dementsprechend hoch.
Mit 480.126 Auslieferungen für das zweite Quartal lag der Elektroautohersteller Ende Juni deutlich über Erwartungen der Analysten. 25 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.
Dementsprechend optimistisch sind die Schätzungen: Die Wall Street erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz in Höhe von 27,6 Milliarden Dollar, bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,50 Dollar.
Goldman Sachs-Analyst Marc Delaney wird allen voran auf die Entwicklung der Marge blicken. Des weiteren erwartet der Analyst News in Sachen Robotaxis und autonomes Fahren.
Für Andrew Percoco von Morgan Stanley hängt die langfristige Tesla-Bewertung weiterhin vor allem von Robotaxis und dem humanoiden Roboter Optimus ab. Die erwarteten Updates zu diesen beiden Projekten dürften nach Einschätzung Percocos kurzfristig jedoch nicht ausreichen, um die Stimmung der Anleger deutlich zu drehen.
Ähnlich beurteilt die aktuelle Situation von Tesla Cantor Fitzgerald-Analyst Andres Sheppard. Er hofft im Zuge der Quartalszahlen auf ein Update zur Einführung des Cybercab sowie zur Optimus-Produktion. Des weiteren erwartet Sheppard News zur Terafab-Halbleiterfabrik von Tesla.
Die Erwartungshaltung gegenüber Tesla ist hoch. Im Anbetracht der sportlichen Bewertung der Aktie (KUV, KGV) kein Wunder. Nach den sehr guten Auslieferungszahlen wäre ein bloßes Erreichen der Gewinnschätzung für die Wall Street nicht genug. Goldman Sachs und Morgan Stanley signalisieren beide im Kern: Das Autoquartal wird wahrscheinlich solide, für eine nachhaltige Neubewertung braucht Tesla positive News in Sachen Cybercab, Optimus und der Terafab. Wer investiert ist, kann die Aktie halten. Ein Neueinstieg drängt sich aufgrund der hohen Bewertung sowie der zuletzt fehlenden neuen Impulse im Bereich Robotaxi sowie Humanoide nicht auf.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
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