Die Comebacks nach Corona
19.12.2020 Maximilian Völkl

Siemens: Diese Sparte steht vor einem Mega-Boom

-%
Siemens

Ein bewegtes Jahr liegt hinter Siemens. Trotz Corona-Pandemie hat der Konzern den Umbau massiv vorangetrieben. Das neue Gesicht besteht nun aus Digitalen Industrien, Intelligenter Infrastruktur und Mobilität. Gerade letztere Sparte rund um Züge und die zugehörige Infrastruktur litt unter der Krise – 2021 soll nun aber ein fulminantes Comeback erfolgen.

So rechnet Siemens mit einer deutlichen Erholung vom Corona-bedingten Einbruch. Der weltweite Markt für Züge und entsprechende Infrastruktur werde in den nächsten drei Jahren um ein Viertel wachsen und das Niveau vor der Pandemie übertreffen, so Siemens-Mobility-CEO Michael Peter zu Bloomberg News. Nach einem schwierigen Jahr dürften steigende Staatsausgaben zur Senkung der transportbedingten Emissionen das Wachstum anschieben.

Seit dem kartellrechtlich bedingten Platzen der Alstom-Fusion im vergangenen Jahr ist klar, dass Siemens Mobility ein Kerngeschäft des Konglomerats bleibt. Auch wenn nach wie vor gilt, dass es schwierig wird, sich gegen den chinesischen Weltmarktführer CRRC zu behaupten, stimmen zumindest die mittelfristigen Aussichten. Während Alstom sich nun mit Bombardier zusammenschließt, rechnet Siemens eigenständig mit vollen Auftragsbüchern und starken Margen.

Siemens (WKN: 723610)

Siemens ist auf dem richtigen Weg. Im Zuggeschäft dürfte es 2021 eine echte Belebung geben. Auch die Digitalen Industrien sollten von einer potenziellen Erholung der Wirtschaft profitieren. Nach dem Umbau liegt nun der Fokus wieder auf dem operativen Geschäft. Das dürfte sich auch im Aktienkurs widerspiegeln. Anleger bleiben dabei.