Rio Tinto: Deal mit Amazon

Rio Tinto: Deal mit Amazon
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Thorsten Küfner 16.01.2026, 07:44 Thorsten Küfner

Der Bergbauriese Rio Tinto ist eine strategische Partnerschaft mit Amazon Web Services (AWS) eingegangen, um die innovative Nuton-Bioleaching-Technologie weiter voranzubringen. AWS wird damit zum ersten Kunden der Technologie, nachdem sie im Vormonat erstmals erfolgreich im industriellen Maßstab in der Johnson-Camp-Kupfermine in den USA eingesetzt wurde.

Die zunächst auf zwei Jahre angelegte Kooperation verbindet industrielle Rohstoffgewinnung mit moderner Cloud- und Datenanalyse. Im Rahmen der Vereinbarung wird erstmals Kupfer aus dem Nuton-Verfahren in Komponenten von AWS-Rechenzentren in den USA verwendet. Gleichzeitig unterstützt AWS die Weiterentwicklung der Technologie mit cloudbasierten Analyse- und Datendiensten. Ziel ist es, die Optimierung der Bioleaching-Prozesse in der Johnson-Camp-Mine weiter zu beschleunigen. Kupfer spielt für Rechenzentren eine zentrale Rolle, etwa in Stromleitungen, Sammelschienen, Transformatoren, Leiterplatten und Kühlsystemen.

Nuton nutzt die AWS-Infrastruktur zudem für Simulationen und datenbasierte Entscheidungsmodelle. Dadurch lassen sich der Einsatz von Wasser und Säure reduzieren sowie die Kupferausbeute präziser prognostizieren. Die modulare Technologie basiert auf natürlich vorkommenden Mikroorganismen, die Kupfer aus primären Sulfiderzen lösen. In Kombination mit digitalen Werkzeugen ermöglicht dies eine schnelle Skalierung und Anpassung an unterschiedliche Lagerstätten.

Ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens ist die direkte Herstellung von Kupferkathoden mit einer Reinheit von 99,99 Prozent direkt an der Mine. Klassische Aufbereitungsstufen wie Konzentratoren, Schmelzen und Raffinerien entfallen, was die Lieferkette deutlich verkürzt. Gleichzeitig sinken Wasserverbrauch und CO₂-Emissionen erheblich. Zudem können Erzvorkommen wirtschaftlich genutzt werden, die bislang als Abfall galten.

Rio Tinto sieht in der Zusammenarbeit ein Beispiel dafür, wie technologische Innovation und Digitalisierung zur nachhaltigen Rohstoffversorgung beitragen können. AWS wiederum stärkt durch den Bezug lokal produzierten, CO₂-ärmeren Kupfers sowohl die Versorgungssicherheit seiner Rechenzentren als auch die eigenen Klimaziele.

Rio Tinto (WKN: 852147)

Rio Tintos Produkte werden in den kommenden Jahren auch von Technologieriesen wie Amazon in großen Mengen benötigt. Dies sind natürlich gute Aussichten für den strategisch gut aufgestellten Bergbauriesen. Die Aktie präsentiert sich weiterhin in einer sehr starken Verfassung und ist zudem immer noch relativ günstig bewertet. Die Dividendenperle bleibt ein Kauf. Der Stoppkurs sollte auf 55,00 Euro nachgezogen werden. Mehr zur Amazon-Aktie lesen Sie hier

Hinweis auf Interessenkonflikte

Rio-Tinto-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rio Tinto.

Amazon-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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