Deutschland kann doch noch was: Rheinmetall und die Deutsche Telekom bündeln ihre Kräfte und wollen gemeinsam einen Schutzschild gegen Drohnen und Sabotage entwickeln. Dafür treffen Flugabwehr, Sensorik und autonome Systeme auf 5G, Cloud und Datenanalyse. Für beide Konzerne eröffnet die Kooperation neue Chancen.
- Rheinmetall und Telekom entwickeln gemeinsamen Drohnen-Schutzschirm.
- Mobilfunk soll selbst zum Sensor und „Riesen-Radar“ werden.
- Neue Chancen für Rheinmetall und Telekom im Sicherheitsgeschäft.
Drohnen sind längst mehr als Spielzeug. Die zunehmende Nutzung unbemannter Systeme hat den Schutz kritischer Infrastruktur zu einem wichtigen Thema gemacht. Rheinmetall und die Deutsche Telekom wollen deshalb gemeinsam Lösungen entwickeln, mit denen sich Städte und sensible Einrichtungen besser gegen Drohnen und weitere hybride Bedrohungen schützen lassen.
Die beiden Unternehmen setzen dabei auf einen sogenannten Multi-Threat-Protection-Ansatz. Neben der klassischen Drohnenabwehr geht es auch um Cybersicherheit und den physischen Schutz von Anlagen. Details zur konkreten Ausgestaltung der Zusammenarbeit sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Zwei starke Partner
Die Ausgangslage der Partner könnte kaum passender sein. Rheinmetall verfügt über umfangreiche Kompetenzen bei Flugabwehr, Sensorik, autonomen Systemen und Drohnen. Die Telekom bringt ihre Expertise bei Konnektivität, Cloud, Datenanalyse und sicheren Kommunikationsnetzen ein.
Besonders interessant ist dabei der Ansatz der Telekom. Der Konzern beschäftigt sich bereits seit Jahren mit der Erkennung von Drohnen. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 wurden im Auftrag der Polizei illegale Drohnenflüge detektiert. Zum Einsatz kommen je nach Situation unter anderem Video-, Audio-, Radiofrequenz- und Remote-ID-Sensoren sowie Drohnenradar.
Doch die Telekom denkt bereits einen Schritt weiter. Immer mehr Drohnen können über Mobilfunknetze gesteuert werden. Genau hier könnte das eigene Netz künftig selbst zur Sensorfläche werden.
Die Kooperation verbindet damit zwei sehr unterschiedliche Kompetenzen und stärkt Deutschlands Verteidigungsfähigkeit. Die Mega-Kooperation der beiden DAX-Konzerne noch vor dem Release von GTA VI zeigt, dass Deutschland offenbar doch noch etwas kann, außer für Negativschlagzeilen zu sorgen. Während Rheinmetall und die Telekom beides laufende Empfehlungen sind, keimt auch in der Gaming-Branche Comeback-Stimmung auf. Welche fünf Gaming-Aktien jetzt durchstarten, erfahren Sie im neuen Aktienreport. Diesen finden Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Deutsche Telekom.
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