10.12.2019 Andreas Deutsch

ProSiebenSat.1: Wieviel Kraft hat die Aktie jetzt?

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ProSiebenSat.1 Media
Trendthema

Nach einer wochenlangen Hängepartie gelang der Aktie von ProSiebenSat.1 vor Kurzem das Break über die bedeutende 200-Tage-Linie. Doch nun hat sich das Sentiment beim Medienkonzern wieder etwas eingetrübt: Ein neues Abrutschen unter die 200-Tage-Linie droht. Dabei gibt es gute Neuigkeiten über die Streaming-Plattform Joyn.

Joyn erweitert das Angebot mit dem eigenen Sender Primetime rund um amerikanische Filme und Serien. Das gab ProSiebenSat.1 nun bekannt. Primetime steht allen Joyn-Nutzern über die Live-TV-Funktion zur Verfügung, sowohl im kostenlosen Bereich der App als auch im Abonnement.

Zum Start von Primetime können die Zuschauer unter anderem die Comedyserie “Great News”, die mehrfach preisgekrönte Thrillerserie Homeland und das historische Seriendrama Reign ansehen.

Joyn war vor wenigen Wochen mit dem Kampfpreis von 3,99 Euro gestartet. Die ersten vier Wochen sind sogar kostenlos. Nach einem Vierteljahr erhöht sich die Gebühr auf 6,99 Euro. Damit ist Joyn günstiger als Netflix, wo der günstigste Tarif bei 7,99 Euro liegt.

Joyn soll in mehreren Märkten in Europa eingeführt werden. CEO Max Conze: „Das Interesse ist in ganz Europa groß, Gespräche dazu laufen bereits.“

ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777)

Der charttechnische Durchbruch von ProSiebenSat.1 ist bislang ausgeblieben. Das ändert aber nichts an den vielversprechenden fundamentalen Aussichten für das Unternehmen. Sollte mit Joyn ein nachhaltiger Erfolg gelingen, dürfte der Titel bald merklich höher stehen, zumal die Aktie im europäischen Peergroup-Vergleich klar unterbewertet ist. 

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: ProSiebenSat.1.     

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.