Der Konsumgüter-Gigant Procter & Gamble hat am Freitag robuste Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt. Trotz eines schwierigen geopolitischen Umfelds übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn. Besonders die Beauty-Sparte glänzte als Wachstumsmotor.
Der Nettoumsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 21,24 Milliarden Dollar. Damit lag P&G über den Markterwartungen von 20,5 Milliarden Dollar. Das für die Branche entscheidende organische Umsatzwachstum betrug drei Prozent. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 1,86 Prozent gerechnet. Ein wesentlicher Treiber war das Segment Beauty, zu dem Marken wie Pantene, Head & Shoulders und Olay gehören. Die Sparte legte organisch um sieben Prozent zu und übertraf die Schätzungen von rund zwei Prozent weit.
Zwei Stunden vor Handelsbeginn in New York stand die Aktie am Freitag vorbörslich mit einem Plus von drei Prozent an der Spitze des Dow Jones. Die Anleger honorieren vor allem, dass das organische Volumenwachstum mit zwei Prozent über der Prognose von weniger als einem Prozent liegt. Es zeigt, dass P&G wieder über die Menge wächst und nicht nur über Preiserhöhungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie verbesserte sich auf 1,63 Dollar und schlug damit die Konsensschätzung von 1,56 Dollar.
CEO Shailesh Jejurikar kündigte an, die Investitionen weiter zu erhöhen. Man wolle das Momentum bei den Konsumenten trotz der geopolitischen Spannungen beschleunigen. An der Prognose für das Gesamtjahr hält das Management dennoch fest. Erwartet wird weiterhin ein organisches Umsatzwachstum zwischen null und vier Prozent. Für 2026 rechnet P&G zudem damit, dass Wechselkurseffekte das Wachstum mit etwa einem Prozentpunkt stützen.
Das macht die Aktie von Procter & Gamble
Trotz der starken Quartalszahlen bleibt das Chartbild der Aktie weiter angeschlagen. Der Titel befindet sich in einer enger Range gefangen, wobei ein Erholungsversuch im Februar direkt wieder abverkauft wurde. Die Aktie notiert aktuell rund 17 Prozent unter ihrem Allzeithoch bei 180 Dollar. Die vorbörslichen Kursgewinne sind da lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein.
Procter & Gamble war seit 2018 eine laufende Empfehlung des AKTIONÄR und wurde im Juli 2025 mit über 100 Prozent Kursgewinn ausgestoppt und verkauft. Vor einer klaren charttechnischen Trendformation drängt sich kein Neueinstieg auf. Ein erstes positives Signal wäre das nachhaltige Rückerobern der 50-Tage-Linie, welche aktuell bei 151 Dollar verläuft.
Heute, 13:51