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Bayer‑Aktie schwach – Gerichtstermin sorgt möglicherweise für "einige Unsicherheiten"

Bayer‑Aktie schwach – Gerichtstermin sorgt möglicherweise für
Foto: Wolfgang Rattay/REUTERS
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Michel Doepke Heute, 12:18 Michel Doepke

Mit einem Minus von knapp drei Prozent gehört die Aktie von Bayer am Tag der diesjährigen Hauptversammlung zu den schwächsten Titeln im deutschen Leitindex. „Wir haben große Fortschritte gemacht, aber die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen“, so Bill Anderson. Damit meint der Bayer-Chef auch die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten, die immer noch nicht gänzlich vom Tisch sind.

Am kommenden Montag (27. April) wird der Oberste US-Gerichtshof (Supreme Court) den Fall Durnell anhören. „Das ist für die Landwirte in den USA ein wichtiger Meilenstein, von dem viel abhängt“, so Anderson. Außerdem verwies er laut Bayer auf Anfang April erfolgte gesetzgeberische Schritte im US-Bundesstaat Kentucky, die sicherstellen, dass Landwirten wissenschaftlich zugelassene Pflanzenschutzmittel weiterhin zur Verfügung stehen. „Die Situation bleibt dynamisch, mit wichtigen Meilensteinen und Entscheidungen in den kommenden Wochen“, erklärte der CEO. „Wir gehen einen Schritt nach dem anderen und sind für alle Szenarien vorbereitet", so der Firmenlenker weiter.

Barclays mahnt zur Vorsicht

Vor dem wichtigen Gerichtstermin haben die Analysten von Barclays die Aktie von Bayer erneut unter die Lupe genommen. Die Einstufung lautet unverändert "Overweight" mit einem Zielkurs von 48 Euro. Experte Charles Pitman-King ging in seiner Studie auf die wichtigsten Fragen im Vorfeld der mündlichen Gerichtsverhandlung am Montag ein.

Pitman-King bleibe demnach "generell optimistisch, was die Lösung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten angeht". Allerdings erwartet der Barclays-Analyst im Zuge der Interpretation der Verhandlungen am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten "einige Unsicherheiten".

Bayer (WKN: BAY001)

Zwar hat Bayer klare Fortschritte gemacht, um die Glyphosat-Risiken endgültig in die Schranken zu weisen. Allerdings ist die Kuh immer noch nicht vom Eis. Mit dem nachhaltigen Rutsch unter die Marke von 40 Euro trübt sich das Chartbild zudem wieder ein. Anleger bleiben an der Seitenlinie!

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.

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