+++ Diese Aktien legen in der Krise zu +++

Porsche‑Zahlen: Gewinneinbruch – Dividende um 56 Prozent gekürzt

Porsche‑Zahlen: Gewinneinbruch – Dividende um 56 Prozent gekürzt
Foto: Porsche
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG Vorzüge -%
Jan-Paul Fóri Heute, 07:33 Jan-Paul Fóri

Der Sportwagenbauer Porsche hat am Mittwochmorgen seine Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vorgelegt. Da der Gewinn wie erwartet massiv einbrach, streichen die Zuffenhausener nun auch die Dividende deutlich zusammen. DER AKTIONÄR verrät, mit wie viel Dividende je Aktie die Porsche-Aktionäre jetzt rechnen können.

Nachdem am Vortag bereits die Konzernmutter Volkswagen ihre Jahreszahlen veröffentlicht und dabei auch die wichtigsten Kennzahlen der Porsche AG preisgegeben hat, blickten die Anleger mit Spannung auf den Dividendenvorschlag. Dieser beträgt mit 1,01 Euro je Vorzugsaktie zwar deutlich mehr als der Gewinn je Aktie, der nur noch bei 0,48 Euro liegt. Dennoch liegt der Dividendenvorschlag deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,31 Euro. Im Klartext: Porsche kürzt die Dividende um satte 56 Prozent

Zur Begründung heißt es seitens Porsche: „Aufgrund der außergewöhnlichen Belastungen des Jahres 2025 wird die Dividende im Vergleich zum Vorjahr somit signifikant reduziert, liegt aber deutlich über der ursprünglichen Guideline von 50 Prozent.“ Hätte sich der Sportwagenbauer strikt an seine eigene Dividendenpolitik gehalten, wonach 50 Prozent des Gewinns ausgeschüttet werden, hätte die Dividendenkürzung sogar 89 Prozent betragen, und die Dividende je Vorzugsaktie läge nur noch bei 0,24 Euro.

Dass es so weit nicht gekommen ist, hängt auch mit der verzwickten Eigentümerstruktur zusammen: Die Volkswagen AG, die 75,4 Prozent der Anteile kontrolliert und ihre Beteiligung mittelbar über die Porsche Holding Stuttgart GmbH hält, wird vom Familienclan Porsche-Piëch beherrscht. Dieser ist auf hohe Ausschüttungen angewiesen

Porsche AG (WKN: PAG911)

Das Geschäftsjahr 2025 an sich verlief indes erwartungsgemäß schwach: Der Konzernumsatz sank auf rund 36,3 Milliarden Euro (2024: 40,1 Milliarden Euro). Das EBITDA fiel von 5,6 Milliarden Euro auf nur noch 413 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite brach von 14,1 Prozent auf nur noch 1,1 Prozent ein, und die EBITDA-Marge im Segment Automobile fiel von 22,7 auf 13,3 Prozent.

Abseits des Dividendenvorschlags, der noch durch die Hauptversammlung genehmigt werden muss, was allerdings als Formsache gilt, stand daher der Ausblick im Fokus. Die Prognose für 2026 verheißt jedoch wenig Gutes: „Die Porsche AG geht erneut von sehr herausfordernden Marktbedingungen aus.“ In China steht das Luxussegment weiter unter Druck, zudem ist der „intensive Preiswettbewerb insbesondere bei vollelektrischen Modellen unverändert“. On top kommen die Zollunsicherheiten in den USA. Außer Acht gelassen wurde dagegen die jüngste Entwicklung im Nahen Osten.

Alles in allem erwartet Porsche für 2026 eine höhere operative Konzernumsatzrendite in einer Bandbreite von 5,5 bis 7,5 Prozent. Der Umsatz soll dabei 35 bis 36 Milliarden Euro betragen, und die Netto-Cashflow-Marge im Segment Automobile soll zwischen drei und fünf Prozent liegen.

2025 war ein Jahr zum Vergessen. 2026 soll besser werden, doch der Turnaround wird dauern. Die Aktie ist aktuell kein Kauf. 

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Porsche AG.

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Porsche AG.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Porsche AG - €

Aktuelle Ausgabe

Nahostkonflikt: Krisenprofiteure im Fokus

Nr. 11/26 8,90 €
Paypal Sofortkauf Im Shop kaufen Sie erhalten einen Download-Link per E-Mail. Außerdem können Sie gekaufte E-Paper in Ihrem Konto herunterladen.

Buchtipp: Alles, was Sie über Trading wissen müssen

Wie kann ich systematisch mit Trading Geld verdienen? Es gibt zahlreiche Bücher, die Antworten auf diese Frage versprechen. Doch Dr. Alexander Elders „Trading-Bibel“ gilt als eines der besten und lohnenswertesten. Woran liegt das? Aus jeder Zeile spricht der Profi, der alles, was er empfiehlt, selbst erfolgreich umsetzt. Sämtliche Aspekte erfolgreichen Tradings werden erläutert. Und, last, but not least: Dr. Elder legt schonungslos den Finger in die Wunden erfolgloser Trader – mit dem Ziel, seine Leser zu besseren Tradern zu machen. Individuelle und Massenpsychologie; Chartanalyse; Technische Analyse mittels Computer; Volumen und Zeit; Marktindikatoren; Trading-Systeme; Trading-Vehikel; Risikomanagement; praktische Details; Trade-Dokumentation – in elf Kapiteln mit zahlreichen farbigen Charts bekommen Sie die Grundlagen erfolgreichen Tradings an die Hand.

Alles, was Sie über Trading wissen müssen

Autoren: Elder, Alexander
Seitenanzahl: 352
Erscheinungstermin: 01.04.2021
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-712-4

Preis: 59,00 €