Anleger hoffen 2026 auf neue Impulse durch Michael Leiters, der zu Beginn des Jahres den CEO-Posten bei Porsche von Oliver Blume übernommen hat. Die Aktie kann sich jedoch noch nicht von der psychologisch wichtigen 40-Euro-Mare absetzen. Und Goldman Sachs senkte am Mittwoch das Kursziel für die Aktie.
Der neue CEO Michel Leiters hat viele Baustellen vor der Brust. Neben dem sinkenden Absatz belastet der Strategieschwenk, wieder mehr Verbrenner zu entwickeln und zu produzieren, die Porsche AG. „Die Verkäufe im wichtigsten Absatzmarkt China stehen weiterhin unter Druck, bei der Elektro-Transformation hapert es. Leiters muss eine Porsche Strategie definieren und dann Stück für Stück in die Umsetzung gehen. Also die Fragen 400.000 Fahrzeuge + X oder exklusive Nische á la Ferrari. Dazwischen gibt es nichts“, sagt Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer gegenüber DER AKTIONÄR.
Die Analysten jedenfalls trauen der Aktie der Porsche AG keine großen Sprünge im Jahr 2026 zu. Goldman Sachs nahm am Mittwoch das Kursziel für die Aktie von 46 Euro auf 40 Euro zurück. Vor kurzem reagierte auch die UBS und kürzte das Kursziel um zwei Euro auf 42 Euro. Die harte Realität werde die Anleger dieses Jahr wohl früh treffen, schrieb Patrick Hummel in einer Branchenstudie.
"Aus technischer Sicht zeigt sich zeigen sich die Vorzugsaktien der Porsche AG weiterhin in einer angespannten, aber stabilisierungsnahen Lage. Der Kurs bewegt sich um 42 Euro und liegt damit unter dem mittelfristigen gleitenden Durchschnitt, was das übergeordnete Bild noch belastet. Wichtigste kurzfristige Unterstützungszone ist der Bereich zwischen 40 und 39 Euro. Auf der Oberseite treffen die Aktien zunächst bei 43 bis 44 Euro auf Widerstand, wo zuletzt mehrere Erholungsversuche ausgebremst wurden. Auf diesem Niveau tendiert aktuell auch die 200-Tage-Linie. Die Trendfolgeindikatoren liefern derzeit kein klares Signal. Die gleitenden Durchschnitte sprechen noch gegen einen Aufwärtstrend, während RSI und MACD eher neutral bis leicht positiv tendieren. Insgesamt deutet das Bild eher auf eine mögliche Bodenbildung hin. Eine echte Trendwende wäre jedoch erst oberhalb von rund 44 Euro technisch bestätigt", sagt Charttechnik-Experte Martin Utschneider von RoboMarkets Deutschland.
Grundsätzlich ist der Wechsel an der Porsche-Spitze zu begrüßen. Mit Michael Leiters steht ein erfahrener Mann an der Spitze der Porsche AG. Nun hat der Sportwagenbauer einen CEO, der sich Vollzeit auf Porsche und die Baustellen konzentrieren kann. Aufgrund der zahlreichen Probleme warten Anleger jedoch erste Schritte des neuen CEO ab. Die Kursentwicklung hängt maßgeblich an China. Hier hinkt Porsche den innovativen chinesischen Herstellern weit hinterher. Charttechnisch hat sich das Papier nach mehreren Downgrades durch Analysten zumindest wieder stabilisiert. Aus technischer Sicht würde sich eine echte Trendwende erst oberhalb von rund 44 Euro bestätigen.
Heute, 14:55