Die Warnungen vor einer Überhitzung am Technologiemarkt werden lauter. Doch der Blick auf die Gewinnschätzungen zeichnet ein anderes Bild: Der Nasdaq steht laut Bloomberg-Konsensdaten zwischen 2025 und 2027 vor einer massiven Ertragsbeschleunigung. Die aggregierten Unternehmensgewinne könnten sich in diesem Zeitraum rechnerisch nahezu verdoppeln.
- Der Nasdaq profitiert von stark steigenden Gewinnerwartungen.
- KI, Cloud und Digitalisierung treiben die Ertragsbasis der Tech-Konzerne.
- Nvidia, Microsoft und Amazon gehören zu den wichtigsten Profiteuren dieser Entwicklung.
Damit wird die Bewertungsdebatte deutlich differenzierter. Hohe Kurs-Gewinn-Verhältnisse wirken nur dann gefährlich, wenn die Gewinne stagnieren. Wächst die Ertragsbasis jedoch stark, können sich ambitionierte Bewertungen schneller relativieren.
Gewinnwachstum stützt die Bewertungen
Die Rallye im Technologiesektor basiert nicht nur auf Fantasie. Digitalisierung, Cloud-Infrastruktur und künstliche Intelligenz schlagen zunehmend auf die Gewinn- und Verlustrechnungen der großen Konzerne durch.
Wenn ein ganzer Leitindex innerhalb von zwei Jahren auf eine deutliche Gewinnbeschleunigung zusteuert, verändert sich die Einordnung der Bewertung. Anleger zahlen dann nicht nur für Hoffnung, sondern für steigende operative Erträge.
Entscheidend bleibt deshalb nicht allein die Frage, ob Tech-Aktien optisch teuer wirken. Entscheidend ist, ob die Gewinnentwicklung das Bewertungsniveau rechtfertigt. Genau hier liefern die aktuellen Schätzungen Rückenwind.
Nasdaq 100 // Gewinnentwicklung
Nvidia: Der Taktgeber der KI-Infrastruktur
Nvidia bleibt der zentrale Profiteur des KI-Ausbaus. Der Konzern liefert die Rechenleistung für moderne KI-Rechenzentren und profitiert direkt von den Investitionen der Hyperscaler.
Steigende IT-Budgets, wachsende KI-Modelle und der Bedarf an immer mehr Rechenkapazität wirken direkt auf Umsatz, Marge und Gewinn. Solange der globale Ausbau der KI-Infrastruktur weiterläuft, bleibt Nvidia einer der wichtigsten Gewinner im Nasdaq.
Microsoft: KI wird zu Software-Umsatz
Microsoft verbindet Cloud, Unternehmenssoftware und künstliche Intelligenz wie kaum ein zweiter Konzern. Azure profitiert vom Ausbau der KI-Infrastruktur, während Copilot KI direkt in Microsoft 365 und bestehende Arbeitsprozesse integriert.
Der Vorteil liegt in der Wiederkehr der Erlöse. Microsoft monetarisiert KI nicht nur über einzelne Projekte, sondern über Abonnements, Cloud-Verträge und Unternehmenskunden. Das macht die Gewinnentwicklung besonders planbar.
Amazon: AWS bleibt der Gewinnhebel
Bei Amazon bleibt AWS der zentrale Ertragstreiber. Der Cloud-Bereich profitiert direkt davon, dass Unternehmen immer mehr Daten, Anwendungen und KI-Workloads in die Cloud verlagern.
Zusätzlich wirken Werbung, Logistik und Effizienzprogramme als weitere Gewinnhebel. Amazon ist damit längst mehr als E-Commerce. Der Konzern entwickelt sich immer stärker zu einer Plattform aus Cloud, KI, Handel und digitaler Werbung.
Die Gewinnbasis wächst mit
Die entscheidende Botschaft lautet: Die Tech-Rallye steht nicht nur auf höheren Bewertungen, sondern zunehmend auf steigenden Gewinnen. Wenn die Nasdaq-Unternehmen ihre Erträge bis 2027 und darüber hinaus tatsächlich so stark ausbauen, bleibt der langfristige Trend intakt.
Für den Börsenbrief Megatrend Folger bleiben Nvidia, Microsoft und Amazon zentrale Technologie- und Plattformwerte. Sie gehören zu den Unternehmen, die den Gewinnsprung im Technologiesektor am stärksten tragen können. Welche Optionsscheine auf diese Marktführer aktuell das beste Setup bieten, erfahren Leser in der aktuellen Ausgabe des Megatrend Folger.
Hier gehts zum Megatrend Folger!
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia, Microsoft.
Aktien der Nvidia befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Amazon.
Heute, 08:15
Bei Google bevorzugen