Die Aktie von Marvell Technology legte zwischenzeitlich um 6,3 Prozent zu, nachdem berichtet wurde, dass Google Gespräche mit dem Halbleiterunternehmen führt. Ziel ist die Entwicklung von zwei neuen Chips, die KI-Modelle effizienter ausführen sollen.
Einer dieser Chips soll als sogenannter Memory-Processing-Unit konzipiert sein und mit Googles bereits bestehender Tensor Processing Unit (TPU) zusammenarbeiten. Der zweite Chip ist eine neue TPU, die speziell für den Einsatz von KI-Modellen entwickelt wird. Die Gespräche zielen darauf ab, maßgeschneiderte Halbleiter exklusiv für die Bedürfnisse von Google zu entwerfen.
Die Analystin Alicia Xia von GF Securities hat ihre Empfehlung für Marvell in diesem Zusammenhang von „Halten“ auf „Kaufen“ angehoben. Ihr Kursziel leigt bei 165 Dollar.
Zuletzt bekam die Aktie von Marvell durch die strategische Partnerschaft mit Nvidia sowie mehreren Analysten-Updates Rückenwind. Barclays-Analyst Tom O’Malley etwa hob das Kursziel auf 150 Dollar an. Der Kern der bullishen These liegt in der Positionierung als Spezialist für optische Vernetzung. Marvell liefert mit seinen High-Performance-Analog- und Optical-DSP-Chips das technologische Rückgrat für die massiven Datenströme in KI-Clustern. O’Malley prognostiziert, dass dieses Segment im laufenden und im kommenden Jahr um jeweils 90 Prozent wachsen wird. Selbst wenn der Erzrivale Broadcom Marktanteile gewinnt, ist das Marktwachstum bei den sogenannten „Ports“ so gewaltig, dass Marvell allein durch das steigende Volumen massiv profitieren würde.
Marvell bleibt einer der größten Profiteure des KI-Infrastruktur-Booms. Angesichts der dominanten Marktstellung im Bereich Optical-DSP und der engen Verzahnung mit dem Nvidia-Ökosystem sollten investierte Anleger die Gewinne laufen lassen und den Stoppkurs nachziehen.
Heute, 19:55