Die Lufthansa hat am Morgen seine Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt. Der Konzern konnte dabei im Berichtszeitraum operativ deutlich zugelegt. Niedrigere Kerosinpreise sowie geringere Kosten durch Flugverspätungen sorgten für einen kräftigen Ergebnisanstieg im Tagesgeschäft. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg um rund 20 Prozent auf 1,96 Milliarden Euro. Ein wichtiger Treiber: Die Kernmarke Lufthansa Airlines schrieb wieder schwarze Zahlen.
Für zusätzlichen Rückenwind soll ein laufendes Effizienzprogramm sorgen. Gleichzeitig modernisiert der Konzern seine Flotte mit neuen, treibstoffsparenden Langstreckenjets und setzt verstärkt auf kostengünstigere Tochtergesellschaften wie Lufthansa City Airlines und Discover.
Auch beim Umsatz erreichte der Konzern eine neue Bestmarke. Die Erlöse kletterten um fünf Prozent auf 39,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich sank der Gewinn allerdings um drei Prozent auf 1,34 Milliarden Euro – belastet durch negative Steuereffekte. Aktionäre sollen dennoch profitieren: Die Dividende steigt um zehn Prozent auf 33 Cent je Aktie.
Trotz geopolitischer Unsicherheiten, etwa durch den Iran-Krieg, zeigt sich Konzernchef Carsten Spohr für 2026 optimistisch und stellt eine weitere deutliche Verbesserung der operativen Ergebnisse in Aussicht.
„Vor genau 100 Jahren wurde die erste Lufthansa gegründet. Die Werte von damals – Qualität, Zuverlässigkeit und Vernetzung – machen uns auch heute erfolgreich. Wir konnten im Geschäftsjahr 2025 den operativen Gewinn der Gruppe deutlich steigern und erwirtschafteten das umsatzstärkste Jahr unserer Geschichte“, so Spohr im Rahmen der Zahlenveröffentlichung. „Auch 2026 setzen wir unsere Strategie konsequent durch Internationalisierung, Flottenerneuerung und Effizienzsteigerung fort. Unser Jubiläumsjahr macht uns stolz auf unsere Vergangenheit – und verpflichtet uns zugleich für die Zukunft. Wir werden unsere Position als führende Airline-Gruppe außerhalb der USA weiter konsequent ausbauen.“ Finanzvorstand Till Streichert fügte hinzu, dass man für 2026 erneut mit einem Adjusted EBIT deutlich über Vorjahr erwarte.
Zuletzt stand die Aktie der Lufthansa allerdings im Rahmen der Eskalation im Nahen Osten unter Druck. Charttechnisch ist das Papier nach dem Rutsch unter die 50-Tage-Linie nun erst einmal angeschlagen. Wichtig wäre eine rasche Rückeroberung. Investierte Anleger bleiben dabei, sichern sich aber mit einem Stopp bei 6,80 Euro nach unten ab.
Heute, 07:25