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Lufthansa: Kräftiger Kurssprung

Lufthansa: Kräftiger Kurssprung
Foto: CT757fan/iStockphoto
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Thorsten Küfner Heute, 14:36 Thorsten Küfner

Um satte acht Prozent verteuern sich aktuell die Aktien der Lufthansa. Zum einen hilft der gesamten Branche die Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Iran-Kriegs. Zum anderen blickt der Lufthansa-Vorstand trotz aller derzeitigen Herausforderungen optimistisch auf den Sommer. Vorstandschef Carsten Spohr setzt auf höhere Ticketpreise und eine stärkere Nachfrage bei Flügen nach Asien und Afrika.

Er bremst aber beim Ausbau des gesamten Flugangebots. Insgesamt werde der Konzern die für 2026 gesetzten Ziele erreichen und gestärkt aus der Krise hervorgehen. Analysten zeigten sich von den jüngsten Geschäftszahlen und der bestätigten Gewinnprognose der Lufthansa positiv überrascht. Die Fluggesellschaft habe im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen, aber weniger deutlich als ihre Konkurrentin Air France-KLM, schrieb Andrew Lobbenberg von Barclays. Jetzt werde wohl am Markt diskutiert, ob die Lufthansa es schaffe, die höheren Treibstoffkosten im Rest des Jahres aufzufangen.

Laut Spohr ist die Versorgung mit Treibstoff sechs Wochen im Voraus bis Mitte Juni gesichert. Danach sinke zwar die Sichtbarkeit, er gehe aber weiter davon aus, dass die entstandenen Versorgungslücken geschlossen werden könnten, nachdem auch die Politik den Ernst der Lage erkannt habe. An keinem der Gruppen-Drehkreuze sei derzeit mit Einschränkungen zu rechnen.

Rund ein Viertel des in Europa benötigten Kerosins sei bis zur Sperrung der Straße von Hormus vom Persischen Golf gekommen, führte der Chef des MDAX-Konzerns aus. Derzeit werde von diesem Anteil etwa die Hälfte mit Ersatzlieferungen aus den USA, Nigeria und anderen Ländern ausgeglichen, während die andere Hälfte aus kommerziellen Reserven stamme. Die nationalen Lager der EU-Staaten würden bislang nicht beansprucht.

Spohr forderte die EU auf, den in den USA üblichen Treibstoff der Sorte Jet Fuel A zuzulassen. In der EU ist bislang nur Jet Fuel A1 erlaubt, der einen niedrigeren Gefrierpunkt hat. Das spiele im Sommer aber keine Rolle, meinte Spohr. Die Zulassung könne die Situation ebenso verbessern wie erweiterte Landegenehmigungen für Jets, die das Kerosin für den Rückflug bereits an Bord haben. Auf der Langstrecke nach Asien und Afrika prüft die Lufthansa Möglichkeiten zu Zwischenlandungen, für den Fall, dass am Zielflughafen nicht nachgetankt werden kann. Spohr sagte: "Auch wir können nur fliegen, wenn wir Kerosin haben."

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

DER AKTIONÄR bleibt für die Anteilscheine der Lufthansa zuversichtlich gestimmt. Der Konzern ist gut und breit aufgestellt. Durch den heutigen Kursanstieg hat sich das zuvor etwas triste Chartbild auch wieder deutlich aufgehellt. Zudem ist die Bewertung mit einem KGV von gerade einmal 7 immer noch günstig und lockt mit einer stattlichen Dividendenrendite von 4,5 Prozent. Die Aktie ist attraktiv, der Stoppkurs kann bei 5,50 Euro platziert werden.

Enthält Material von dpa-AFX

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