Lockheed Martin liefert exzellente Quartalszahlen. Der US-Rüstungskonzern übertrifft die Erwartungen der Wall Street klar. Das Management blickt nun optimistischer auf das Gesamtjahr 2026 und hebt die Prognose an. Die Aktie reagiert auf diese News vorbörslich mit deutlichen Kursgewinnen.
• Q2-Zahlen schlagen die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn.
• Auftragsbestand klettert auf einen neuen Rekordwert.
• Ausblick für das Gesamtjahr steigt, Aktie springt um rund sechs Prozent.
Im zweiten Quartal steigerte Lockheed Martin den Gewinn je Aktie auf 7,94 Dollar. Im Vorjahr standen hier lediglich 1,46 Dollar in den Büchern – damals belasteten milliardenschwere Sonderabschreibungen auf ein geheimes Luftfahrtprogramm das Ergebnis. Analysten hatten im Vorfeld nur 7,19 Dollar auf dem Zettel.
Auch beim Umsatz übertraf der US-Konzern die Prognosen. Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um elf Prozent auf 20,06 Milliarden Dollar. Der Markt kalkulierte mit 19,34 Milliarden Dollar. Ein starker Treiber war die Raketensparte („Missiles and Fire Control“) mit einem Umsatzplus von 19 Prozent.
Bücher prall gefüllt
Der Auftragsbestand kletterte im Jahresvergleich um 38 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 230,42 Milliarden Dollar. Darin enthalten ist ein neuer Mehrjahresvertrag für die Produktion von THAAD-Abfangraketen – ein bodengestütztes System zur Zerstörung ballistischer Kurz- und Mittelstreckenraketen.
Für das Gesamtjahr 2026 hebt das Management den Ausblick an. Der Umsatz soll nun zwischen 79,75 und 81,75 Milliarden Dollar liegen. Bisher lag die Spanne bei 77,50 bis 80,00 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll auf 29,95 bis 30,65 Dollar steigen. Beim freien Cashflow rechnet das Management für das Gesamtjahr nun mit 7,0 bis 7,2 Milliarden Dollar (bisher: 6,5 bis 6,8 Milliarden Dollar).
Fundament der Verteidigung
Lockheed Martin ist mit einer Marktkapitalisierung von über 100 Milliarden Dollar der drittgrößte Rüstungskonzern der Welt. Das Unternehmen baut das physische Fundament der westlichen Verteidigung. Die Amerikaner liefern mit dem F-35-Kampfjet oder dem THAAD-Raketenabwehrsystem Technologie, auf die das US-Militär zwingend angewiesen ist. Diese strukturelle Abhängigkeit sichert dem Konzern höchst berechenbare Cashflows. Politische Störfeuer oder Wahlausgänge prallen an dieser Ausgangslage ab. Die Aufträge laufen verlässlich über Jahrzehnte.
Die Quartalszahlen belegen die operative Stärke von Lockheed Martin. Die Aktie bleibt ein klarer Kauf. Wer das Einzelaktien-Risiko scheut, aber von der starken Performance des Rüstungsgiganten profitieren möchte, greift zum Global Space Champions Index. Lockheed Martin ist ein Schwergewicht in diesem Index und liefert dort als Cashflow-Maschine das stabile Fundament neben den reinen Raumfahrt-Werten.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
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