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Foto: K+S
21.10.2020 Marion Schlegel

K+S: Wie gewonnen, so zerronnen – was nun?

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K+S

In drei Wochen wird es spannend K+S. Am 12. November wird das Unternehmen die Zahlen zum dritten Quartal präsentieren. Vor Kurzem konnte K+S mit einem großen Deal auf sich aufmerksam machen. Der Düngerkonzern verschaffte sich mit dem milliardenschweren Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts dringend benötigte finanzielle Luft. Die Sparte geht an Stone Canyon Industries Holdings LLC, Mark Demetree und Partner. Die Aktie konnte daraufhin deutlich anziehen, zuletzt ging die Euphorie allerdings wieder verloren. Auch von Analystenseite bekommt das Papier derzeit wenig Unterstützung.

K+S (WKN: KSAG88)

Die DZ Bank hat die Einstufung für K+S vor dem Bericht zum dritten Quartal auf "Halten" mit einem fairen Wert von 7,50 Euro belassen. Analyst Axel Herlinghaus überarbeitete in einer am Mittwoch vorliegenden Studie seine Erwartungen für den Konzern. Maßgeblich formulierte er die Erwartungen an das operative Ergebnis (Ebitda) im Jahr 2021 etwas vorsichtiger, unter anderem da die Erholung der Kalipreise länger dauere.

Die UBS hat K+S auf "Neutral" mit einem Kursziel von 7 Euro belassen. Steigende Corona-Infektionszahlen und Sorgen hinsichtlich der Nachfrage der Endverbraucher stellten für Chemieaktien zunehmend die Marktprognosen 2021 in Frage, schrieb Analyst Andrew Stott in einer am Montag vorliegenden Branchenstudie. Chancen im neuen Jahr könnten aus einer Erholung der Autobranche resultieren, der zunehmenden Digitalisierung, aus CO2-Initiativen und in einzelnen Konsumentenbereichen wie Lebensmittel und Kosmetik. Risiken sieht er etwa mit Blick auf nachlassendes Potenzial bei temporären Kostensenkungen, womöglich weniger staatliche Unterstützung für Arbeitende oder durch einen wahrscheinlichen Anstieg der Rohstoffpreise.

Das Risiko der hohen Verschuldung konnte durch den Deal für die Salzsparte deutlich verringert werden. Andererseits steigt natürlich die Abhängigkeit von den aktuell anhaltend schwachen Kalipreisen. Die K+S-Aktie bleibt daher weiterhin ausnahmslos für mutige Anleger geeignet. Diese sollten sich mit einem Stopp bei 5,20 Euro absichern.

(Mit Material von dpa-AFX)

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