Mit der Aktie von K+S geht es heute bergab. Denn das Unternehmen stärkt die Finanzbasis mit einer neuen Wandelanleihe. Wie der MDAX-Konzern mitteilte, können institutionellen Investoren bei einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren unbesicherte und nicht nachrangige Wandelanleihen mit einem Gesamtvolumen von rund 300 Millionen Euro erwerben.
Kurzfassung:
• K+S begibt eine Wandelanleihe über 300 Millionen Euro, die bis 2031 läuft und später in Aktien umgewandelt werden kann.
• Mit dem Emissionserlös soll vor allem die Übernahme des Salzgeschäfts von Qemetica finanziert werden.
• Die Ankündigung belastete die Aktie, da bestehende Aktionäre kein Bezugsrecht erhalten und eine spätere Verwässerung möglich ist.
Die Laufzeit endet voraussichtlich im Jahr 2031. Die Anleihen können später in bis zu knapp 18 Millionen Stammaktien umgewandelt werden. Dies entspricht rund zehn Prozent des derzeitigen Grundkapitals. Bestehende Aktionäre erhalten dabei kein Bezugsrecht. Die Aktie reagierte vorbörslich mit Kursverlusten auf die Ankündigung.
Der Zinssatz der Wandelanleihe soll zwischen 0,375 und 0,875 Prozent pro Jahr liegen. Der anfängliche Wandlungspreis wird voraussichtlich mit einem Aufschlag von 30 bis 35 Prozent auf den aktuellen Aktienkurs festgelegt.
Mit dem Emissionserlös will K+S vor allem die Anfang Juni angekündigte Übernahme des Salzgeschäfts des polnischen Chemieunternehmens Qemetica finanzieren. Der Kaufpreis hierfür beträgt je nach Entwicklung der Sparte zwischen 350 und 380 Millionen Euro. K+S erhält dafür auch die Standorte in Straßfurt in Deutschland sowie im polnischen Janikowo. Der Bereich kam 2025 auf einen Umsatz von 125 Millionen Euro und ein EBITDA von rund 50 Millionen Euro. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden.
Darüber hinaus sollen die Mittel für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.
Der heutige Kursrückgang ist charttechnisch betrachtet etwas ärgerlich. Der Grund für diesen Schritt aber nachvollziehbar. DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Die Aktie von K+S bleibt angesichts der Volatilität am Kalimarkt weiterhin eher für Mutige geeignet. Diese können nach wie vor an Bord bleiben. Der Stopp sollte dabei bei 12,50 Euro belassen werden.
Heute, 14:19