01.08.2018 Michel Doepke

Infineon: Prognose rauf - was macht die Aktie?

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Infineon

Der Chip-Hersteller Infineon hat im dritten Quartal von einer starken Nachfrage aus der Automobilindustrie profitiert und gibt sich für das Geschäftsjahr etwas optimistischer. Rückenwind bekommt der Konzern zunehmend von der Währungsseite.

Für das vierte Quartal rechnet Infineon mit einem Umsatzplus von 6,4 bis 7,4 Prozent und liegt damit am oberen Ende beziehungsweise über der angepeilten Spanne von vier bis sieben Prozent. Auch bei der Marge traut sich der DAX-Konzern im vierten Abschnitt mehr zu: Infineon peilt 17,5 Prozent an, zuvor kalkulierte das Unternehmen mit 17 Prozent. Und das auf Basis eines Wechselkurses von 1,20 Euro/Dollar. Das heißt: Aktuell spielt die Wechselkursthematik (Kurs von 1,17 Dollar) Infineon zusätzlich in die Karten.

Im dritten Quartal verbuchte Infineon ein Erlösplus von sechs Prozent auf 1,94 Milliarden Euro, beim operativen Ergebnis legte der DAX-Konzern um fünf Prozent auf 356 Millionen Euro zu. Unter dem Strich erreichte Infineon damit das obere Ende der selbst gesteckten Ziele.

Aktie nimmt Schwung auf

Mit dem positiven Ausblick auf das laufende vierte Geschäftsquartal erhält die Infineon-Aktie im frühen Handel frischen Rückenwind und steht unmittelbar vor einem Kaufsignal. Im Anschluss wäre der Weg in Richtung Mehrjahreshoch bei 25,75 Euro frei. Investierte Anleger geben kein Stück aus der Hand.

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