Bullenstark investieren
11.03.2021 Martin Mrowka

Fraport unter MDAX-Losern: Der Grund ist sechsstellig

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Fraport

Am Montag sorgte der Kooperationsausbau zwischen Lufthansa und Deutsche Bahn noch für freundliche Kurse beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport. Am heutigen Donnerstag jedoch sacken die Fraport-Papiere um gut drei Prozent ab und gehören zu den schwächsten Werten im MDAX. Die neuesten Passagierzahlen sind schuld.

Am Frankfurter Flughafen ist der Passagierverkehr wegen der anhaltenden Lockdowns und Reisebeschränkungen im Februar noch einmal deutlich abgesackt. Der Flughafenbetreiber Fraport zählte an Deutschlands größtem Luftfahrt-Drehkreuz im abgelaufenen Monat lediglich 681.751 Passagiere und damit 84,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Auch gegenüber Januar 2021 waren das rund 200.000 Passagiere weniger. Viele Fluggesellschaften hatten auf die Lockdowns in zahlreichen Ländern reagiert und ihr ohnehin gekapptes Flugangebot weiter zurückgefahren.

Im Cargo-Geschäft ging es hingegen erneut kräftig aufwärts. Im Februar erhöhte sich das Aufkommen an Fracht und Luftpost in Frankfurt im Jahresvergleich um 21,4 Prozent auf 177.401 Tonnen - ein neuer Höchstwert für den Monat Februar. Die Zahl der Flugbewegungen ging mit 11.122 Starts und Landungen um 69,0 Prozent zurück.

Für das neue Jahr rechnet Fraport-Chef Stefan Schulte nach bisherigen Angaben mit einer Erholung des Passagierverkehrs, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Insgesamt dürfte das Fluggastaufkommen nach seiner Schätzung aber nur 35 bis 45 Prozent des Rekordjahres 2019 erreichen. Neues dazu wird am kommenden Dienstag (16. März) erwartet, wenn das im MDAX gelistete Unternehmen seine Zahlen zum vergangenen Jahr vorlegt.

Die Fraport-Aktie reagiert auf die mageren Februar mit einem Kursrückgang von über drei Prozent auf unter 52 Euro.

Fraport (WKN: 577330)

Luftfahrt-Aktien im allgemeinen und Fraport-Papiere im speziellen bleiben trotz der aktuellen Reopening-Fantasie weiterhin heiße Eisen. DER AKTIONÄR bleibt bei Fraport an der Seitenlinie. Wer bereits engagiert ist, hält seine Papiere weiter, legt sich jedoch eine Stopp-Loss-Order bei etwa 45 Euro.

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DER AKTIONÄR  Nr. 11/21
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(Mit Material von dpa-AFX)