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28.01.2020 Emil Jusifov

Facebook reagiert auf EZB-Kritik – Libra wird aufgespaltet

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Facebook

Nach anhaltender Kritik an Facebooks Planung eine globale Digitalwährung, namens Libra einzuführen, will Facebook nun neue Wege gehen. Ein Kompromissvorschlag sieht die Aufspaltung von Libra vor.

Konkret bedeutet dies, dass statt dem geplanten Währungskorb – bestehend aus USD, Euro und mehreren weiteren Nationalwährungen – Libra jeweils nur an eine Währung gekoppelt werden soll.

So soll es jeweils eine Euro-Libra, eine Dollar-Libra, eine Yen-Libra und so weiter geben. Laut dem Online-Magazin "Finance Forward" hat Facebook die neue Libra-Lösung bereits den politischen Entscheidern in Berlin und Brüssel präsentiert. Aus Berlin hieß es, dass Libra in dieser Form "schwierig zu verbieten" sei.


Gelingt es Facebook die politischen Widerstände aufzuweichen und Libra großflächig einzuführen, dann dürfte dies der Facebook-Aktie einen deutlichen Auftrieb geben. Der Anleger bleibt aus diesem und anderen Gründen an Bord und lässt seine Gewinne laufen.

Facebook (WKN: A1JWVX)

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

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