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04.07.2019 Leon Müller

Facebook gibt Entwarnung: Störung von Facebook, WhatsApp und Instagram behoben

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Facebook

Beliebte Funktionen stehen plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Der Upload von Bildern bei den beliebten Messaging- und Social-Media-Diensten Facebook, WhatsApp und Instagram war in weiten Deutschlands und Europas nicht mehr möglich. Die Panne beim weltgrößten Social-Network-Betreiber offenbarte dafür neue Einblicke in die Algorithmen-Tiefe des Unternehmens. Nutzer bekamen urplötzlich Dinge zu sehen, die sonst im Verborgenen bleiben. Und die Reaktion des Marktes? Sie fiel eindeutig aus.

Die massiven technische Störungen bei Facebook , Instagram und Whatsapp sind weitestgehend behoben worden. "Wir haben die Ursache identifiziert und eine Lösung gefunden", teilte Facebook am frühen Donnerstagmorgen über sein Plattformstatus-Portal mit. Auch bei der Website "allestörungen.de" wurden keine großflächigen Ausfälle mehr gemeldet. Facebook, Instagram und Whatsapp gehören zum Facebook-Konzern. 

Die Probleme tauchten vor allem beim Hochladen von Fotos und anderen Dateien in den Apps des Unternehmens auf. Laut "allestörungen.de" waren besonders Nutzer in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Staaten betroffen. Außerdem wurden Störungen an der Ostküste der USA sowie in Teilen Südeuropas und Südamerikas gemeldet. 

Die Störung zeigte vielen Anwendern, wie verschränkt inzwischen die technische Infrastruktur von Facebook, Instagram und WhatsApp ist. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte Anfang des Jahres angekündigt, die Messaging-Dienste des sozialen Netzwerks technisch zu integrieren. Die Dienste würden weiterhin als eigenständige Apps betrieben werden, doch die technische Infrastruktur solle vereinheitlicht werden. 

Bei Facebook und Instagram sorgt der Ausfall zudem für einen Einblick in die Gesichtserkennung auf Bildern. Statt der Bilder selbst waren dort für viele Anwender die Beschreibungstexte ("ALT-Attribut") zu sehen. In einem solchen Text steht, welche Dinge oder Personen der Algorithmus in dem Bild erkannt hat, beispielsweise ob die Leute auf dem Foto eine Brille tragen oder einen Bart haben. Suchmaschinen benutzen dieses Attribut, um den Bildinhalt zu erkennen, da Bilddateien in der Regel nicht direkt ausgelesen werden können. Die ALT-Texte helfen außerdem sehbehinderten Anwendern beim Surfen. Die Facebook-Dienste generieren diese ALT-Attribute mit Hilfe von Algorithmen automatisiert. 

Bei der Kommunikation über die Störung musste Facebook auf den Wettbewerber Twitter ausweichen. Allerdings erlebte der Kurznachrichtendienst dann selbst auch eine kleine Störung, insbesondere bei der Zustellung von Direktnachrichten und Benachrichtigungen. "Wir sind fast wieder bei 100 Prozent", teilte Twitter auf seiner eigenen Seite mit. Es könne zwar noch "Restwirkungen" bei einigen wenigen Nutzern geben, doch dürfte der Dienst generell wieder "ordentlich funktionieren" 

Auf die Frage nach den Ursachen der Störung im Facebook-Konzerns gab es zunächst nur vage Antworten. Die Ausfälle seien "auf Routinearbeiten" zurückzuführen. Bereits im März dieses Jahres war es zu mehrstündigen Störungen der weltweit genutzten Plattformen gekommen. Damals waren Facebook, der Chatdienst Messenger sowie das Netzwerk Instagram betroffen.

Facebook (WKN: A1JWVX)

DER AKTIONÄR bleibt – die aktuelle Panne hat darauf keinen Einfluss, wie auch ein Blick auf den Kursverlauf der vergangenen Tage zeigt – bullish für die Facebook-Aktie. Klappt der Sprung über die 200-Dollar-Marke notierte das Papier auf dem höchsten Stand seit rund einem Jahr. Neben der Kernplattform entwickelt sich Instragram immer mehr zu einem Goldesel, dessen Wert DER AKTIONÄR in einem Abspaltungszenario auf 100 bis 120 Milliarden Dollar schätzt. 

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nach-folgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.

Mit Material von dpa-AFX

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