Anleger-Lieblinge im Check - was taugen sie?
23.03.2020 Andreas Deutsch

Experte: Diese drei Gründe stimmen optimistisch

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DAX

Corona hat die Welt fest im Griff. Viele haben in Panik verkauft und machen – zunächst jedenfalls – einen weiten Bogen um Aktien. Das könnte sich rächen, meint Grant Bowers, Fondsmanager Franklin U.S. Opportunities Fund. Er sieht mehrere Bereiche, die in den kommenden Wochen und Monaten Unterstützung bieten könnten.

„Die Situation ändert sich schnell und wird in den nächsten Quartalen sicher das globale Wirtschaftswachstum und die Verbraucherausgaben negativ beeinträchtigen“, sagt Bowers. „Wir glauben aber, dass die Auswirkungen letztlich allerdings nur von relativ kurzer Dauer sein werden.“

Für seinen Optimismus hat der Fondsmanager drei Gründe:

„Erstens: Wenn wir uns China, das Epizentrum der Krise, ansehen, verlangsamen sich neue Fälle des Virus, die Menschen kehren an ihren Arbeitsplatz zurück und die Verbraucher beginnen, wieder traditionelle Ausgabenmuster zu verfolgen.“

In Europa und in den USA sollten die Eindämmungen laut Bowers beginnen, die Kurve zu verflachen und das tägliche Leben langsam wieder zu normalisieren.

„Zweitens erwarten wir in den kommenden Wochen zusätzliche monetäre und fiskalische Impulse in den Vereinigten Staaten und weltweit. Dies folgt auf die jüngsten Zinssenkungen der US-Notenbank und sollte der Wirtschaft zusätzliche Unterstützung bieten, um die Verlangsamung zu bewältigen.“

Und drittens: „Die Turbulenzen haben auf den globalen Ölmärkten große Unsicherheit verursacht, was sich weltweit auf den Energiesektor auswirkt. Sie werden jedoch auch zu niedrigeren Rohstoffkosten für viele Unternehmen und niedrigeren Energiepreisen für die Verbraucher führen.“

DER AKTIONÄR sieht die Krise und den Crash ebenfalls als Kaufchance. Sobald erste nennenswerte medizinische Erfolge im Kampf gegen das Virus präsentiert werden, wird es sehr wahrscheinlich eine dramatische Erholungsrallye an den Aktienmärkten geben. Bei welchen Aktien Sie jetzt zugreifen können, lesen Sie im neuen AKTIONÄR.